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Konzernabschluss

 

1. Allgemeine Angaben 

Die GfK SE ist eine börsennotierte Societas Europaea mit Sitz am Nordwestring 101, Nürnberg, Deutschland. Die GfK SE ist mit Eintragung unter HR B 25014 im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg am 2. Februar 2009 durch formwechselnde Umwandlung aus der GfK Aktiengesellschaft entstanden. Die GfK SE und ihre Tochtergesellschaften (GfK Gruppe) gehören zu den führenden Marktforschungsunternehmen der Welt. Die GfK Gruppe liefert ihren Kunden aus der Konsumgüterindustrie, dem Handel, der Dienstleistungsbranche und den Medien Informa­tionsdienstleistungen, die sie für ihre Marketingentscheidungen nutzen. 

Der Konzernabschluss der GfK SE für das am 31. Dezember 2016 endende Geschäftsjahr schließt die GfK SE und alle konsolidierten Tochterunternehmen ein. Er wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Alle für das Geschäftsjahr 2016 verbindlichen IFRS sowie die Verlautbarungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewandt, sofern sie von der Europäischen Union übernommen wurden. 

Ergänzend wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. 

Der Konzernabschluss wurde in Euro erstellt und auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben.

Der Jahresabschluss der Muttergesellschaft GfK SE wurde nach den Vorschriften des HGB erstellt. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger unter HR B 25014 veröffentlicht.

Eine Darstellung von erstmals angewandten sowie von noch nicht angewandten Standards, Interpretationen und Änderungen der IFRS, die schon von der EU übernommen wurden, ist in diesem Konzernanhang in Kapitel 37, „Änderungen in IFRS-Standards und -Interpretationen“, enthalten.

2. Konsolidierungsgrundsätze 

In den Konzernabschluss der GfK SE werden die für Konsolidierungszwecke erstellten Abschlüsse der GfK SE sowie aller wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, über deren Geschäfts- und Finanzpolitik direkt oder indirekt die Kontrolle ausgeübt werden kann. Die Abschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt. 

Unternehmen, an denen die GfK Gruppe mit mindestens 20 Prozent und nicht mehr als 50 Prozent beteiligt ist und auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden grundsätzlich als assoziierte Unternehmen at equity bilanziert. Alle übrigen Unternehmen der GfK Gruppe werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der GfK SE ist in diesem Konzernanhang in Kapitel 41 enthalten.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß IFRS 3, „Unternehmenszusammenschlüsse“, nach der Erwerbsmethode durchgeführt (Purchase Accounting). Hierbei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Immaterielle Vermögenswerte, die bei Unternehmenszusammenschlüssen erworben und im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert wurden, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Verbleibt nach dieser Verrechnung und Anschaffungskostenverteilung eine aktivische Differenz, wird sie als Geschäfts- oder Firmenwert unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. 

Im Rahmen von Kaufpreisallokationen in der Folge eines Unternehmenserwerbs werden identifizierbare Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte geht dabei zwangsläufig mit der Vornahme von Schätzungen einher. Sofern im Rahmen der Kaufpreisallokation immaterielle Vermögenswerte identifiziert worden sind, wird, unter Berücksichtigung der Art des Vermögenswerts, des Komplexitätsgrads der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts und des Transaktionsvolumens, entweder auf die Berechnung durch einen unabhängigen externen Gutachter abgestellt, oder die beizulegenden Zeitwerte werden intern ermittelt. Sofern eine interne Ermittlung erfolgt, basiert sie auf einer angemessenen Bewertungstechnik. Entsprechende Bewertungen sind dabei eng verknüpft mit Annahmen und Schätzungen, die durch den Vorstand in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der identifizierten Vermögenswerte und hinsichtlich des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes vorgenommen wurden.

Als Minderheitsanteile am Eigenkapital werden die nicht beherrschenden Anteile ausgewiesen. 

Im Fall von sukzessiven Unternehmenserwerben ermittelt sich der Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle als Differenz zwischen dem erfolgswirksam neu bewerteten Beteiligungsbuchwert zuzüglich der Anschaffungskosten für den Erwerb der neuen Anteile abzüglich des anteilig auf GfK entfallenden Nettovermögens. Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Veränderung der Beherrschung werden ausschließlich als Eigenkapitaltransaktion erfasst. 

Anschaffungsnebenkosten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand berücksichtigt. 

Alle Transaktionen und Salden zwischen den Unternehmen der GfK Gruppe, die in den Konzernabschluss einbezogen sind, werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam behandelt. Darauf wird latente Steuer mit einem Steuersatz von 30 Prozent gebildet, was dem erwarteten Konzernsteuersatz ohne Sondereinflüsse entspricht. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Leistungsverkehr oder aus konzerninternen Anlagenbewegungen werden bei wesentlicher Bedeutung ergebniswirksam eliminiert.

Assoziierte Unternehmen werden grundsätzlich at equity bilanziert (One-Line Consolidation). Sie werden zum Zeitpunkt des Erwerbs erstmals einbezogen. Die Erstbewertung erfolgt analog zur Vollkonsolidierung. Ein bei der Erstbewertung aus der Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen Eigenkapital entstehender aktivischer Unterschiedsbetrag ist im Equity-Buchwert enthalten.

Verschmelzungsgewinne oder -verluste, die bei der Verschmelzung zweier konsolidierter Unternehmen der GfK Gruppe entstehen, werden eliminiert. Aus Verschmelzungen entsteht somit kein Einfluss auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der GfK Gruppe. Verschmelzungen von Gesellschaften, an denen konzernexterne Minderheitsgesellschafter beteiligt sind, führen nicht zu einer Veränderung der Minderheitsanteile am Eigenkapital oder am Konzernergebnis.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital der Tochterunternehmen werden gesondert innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteile Konzernfremder am Ergebnis der Tochterunternehmen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als Ergebniszuordnung dargestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 

3.1 Währungsumrechnung 

Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung des berichtenden Unternehmens umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten bleiben mit dem historischen Kurs am Tag der Transaktion bewertet. Aus diesen Umrechnungen resultierende Differenzen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.

Die Bilanzen von ausländischen Tochterunternehmen, die nicht in Euro erstellt wurden, sowie die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden nach dem Konzept der funktionalen Währung mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Auf die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser Tochterunternehmen wird der Jahresdurchschnittskurs zum Euro, ermittelt als Mittelwert aller Monatsendkurse, angewandt.

Differenzen, die aus der Umrechnung von Vermögens- und Schuldposten zum aktuellen Stichtagskurs im Vergleich zur Umrechnung zum vorhergehenden Stichtag entstehen, werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Währungskursdifferenzen aus der Kapitalkonsolidierung sowie Differenzen aus der Umrechnung des Jahresergebnisses in Bilanz (Stichtagskurs) und Gewinn- und Verlustrechnung (Durchschnittskurs) werden in den sonstigen Rücklagen ausgewiesen.

Die Wechselkurse zum Euro der für die GfK Gruppe wichtigsten Währungen sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt.

Wesentliche Währungen Mittelkurs Euro am Bilanzstichtag Durchschnittskurs Euro im Berichtsjahr
Land Währungseinheit 31.12.2015 31.12.2016 2015 2016
USA 1 USD 0,92 0,95 0,91 0,91
Großbritannien 1 GBP 1,36 1,17 1,38 1,22
Schweiz 1 CHF 0,92 0,93 0,94 0,92
Singapur 1 SGD 0,65 0,66 0,66 0,66
China 1 CNY 0,14 0,14 0,14 0,14
Japan 100 JPY 0,76 0,81 0,75 0,83

Währungsgewinne und -verluste, die aus ähnlichen Geschäftsvorfällen entstanden sind, werden auf der Ebene jeder Tochtergesellschaft saldiert.

3.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Aufwendungen werden darin nach Funktionen dargestellt.

3.3 Umsatzerlöse 

Die Methode der Umsatzrealisierung bestimmt sich maßgeblich nach IAS 18, „Umsatzerlöse“. Sie hängt vom Charakter des zugrunde liegenden Geschäfts ab:

Im Panelgeschäft werden Untersuchungen von Einzelpersonen, Haushalten und Unternehmen vorgenommen, die sich dadurch auszeichnen, dass grundsätzlich der stets gleiche Sachverhalt zu den stets gleichen, wiederkehrenden Zeitpunkten bei der stets gleichen Stichprobe auf die stets gleiche Art und Weise erhoben wird. Für Geschäfte aus dem Panelbereich wird der zu realisierende Umsatz nach dem zeitanteiligen Projektfortschritt ermittelt. Der Umsatz eines Projekts wird so gleichmäßig auf seine Zeitdauer verteilt. In jedem Monat während der Laufzeit eines Auftrags wird betragsmäßig der gleiche Umsatz realisiert. 

Das Ad-hoc-Geschäft ist eine systematische, empirische Untersuchungstätigkeit, die als Grundlage für Marketingentscheidungen in sämtlichen Bereichen des Marketingmixes dient. Dazu gehören Tests und Studien zur Produkt- und Preispolitik, zur Markenpositionierung und Markenführung, zu klassischen und modernen Formen der Kommunikation mit Verbrauchern und Nutzern, zur Optimierung der Distribution sowie zu Fragen der Kundenbindung und -loyalität. Geschäfte aus dem Ad-hoc-Bereich werden mit der Methode des kostenanteiligen Projektfortschritts bewertet. Der Projektfortschritt wird hierbei als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Kosten zu den insgesamt für das Projekt erwarteten Kosten ermittelt. Die Schätzung der Gesamtkosten wird während der gesamten Projektdauer laufend überprüft. Änderungen in der Schätzung der Gesamtkosten fließen in die Ermittlung des realisierbaren Umsatzes zu dem Zeitpunkt ein, zu dem sie absehbar werden. Die in diese Berechnung einzubeziehenden Kosten bestehen aus allen direkten Personal- und anderen Umsatzkosten sowie den anteiligen indirekten Kosten.

Im syndizierten Geschäft werden Märkte oder Marktteilnehmer untersucht, ohne dass hierfür zuvor ein konkreter Auftrag eines Kunden vorliegt, auf dessen Bedürfnisse die Studie maßgeschneidert wird. Die fertige Studie wird ohne kundenspezifische Anpassungen am Markt angeboten. Syndizierte Studien können einmalig oder wiederkehrend durchgeführt werden, ohne jedoch die eng eingegrenzten Merkmale eines Panels zu erfüllen. Es ist zum Beispiel möglich, dass bei wiederkehrenden Studien jeweils verschiedene Marktteilnehmer befragt werden oder dass sie in unregelmäßigen Zeitabständen erscheinen. Syndiziertes Geschäft wird für die Umsatzermittlung wie Panelgeschäft behandelt, wenn es vom Charakter her mit Panelgeschäft vergleichbar ist, weil es sich um wiederkehrende Studien handelt, bei denen der Kostenverlauf über die Laufzeit ungefähr gleich verteilt ist. 

Beim übrigen syndizierten Geschäft hängt die Methode der Umsatzrealisierung von der empirischen Einschätzung der Profitabilität der jeweiligen Studie ab: 

Ist ein Gewinn aus einer Studie wahrscheinlich, wird sie wie ein Ad-hoc-Auftrag bewertet. 

Ist noch nicht hinreichend sicher, ob genügend Abnehmer für eine Studie gefunden werden, wird der Umsatz entsprechend den angefallenen Kosten wie folgt realisiert: Liegt der Wert des tatsächlichen Auftragseingangs unter den angefallenen Kosten, ist der realisierbare Umsatz auf den Wert des Auftragseingangs beschränkt. Sobald feststeht, dass der Auftragswert die Kosten übersteigt, erfolgt die Umsatzrealisierung wie bei einem Ad-hoc-Auftrag.

Bei allen anderen Geschäftsvorfällen erfolgt die Umsatzrealisierung erst nach vollendeter Leistungserbringung und Fakturierung.

Für die Umsatzrealisierung auf Basis der Percentage-of-Completion-Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von entscheidender Bedeutung. Ferner sind Schätzungen hinsichtlich des zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen Lieferungs- und Leistungsumfangs notwendig. Die wesentlichen Schätzungen können dabei unter anderem die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Erlöse aus dem Auftrag sowie die Auftragsrisiken betreffen. Das Management überprüft kontinuierlich alle Einschätzungen im Zusammenhang mit entsprechenden Aufträgen und passt gegebenenfalls die Parameter an. Änderungen der maßgeblichen Parameter können zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse der jeweiligen Berichtsperiode führen.

Rückstellungen für drohende Verluste aus laufenden Aufträgen werden gebildet, wenn sie absehbar sind.

3.4 Umsatzkosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 

In den Umsatzkosten sowie den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind neben den Aufwendungen für Personal, den Aufwendungen für bezogene Leistungen und den regulären Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen alle weiteren Kosten enthalten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit der GfK Gruppe stehen. 

3.5 Forschungs- und Entwicklungskosten 

Forschungs- und Entwicklungskosten werden grundsätzlich zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst und als Teil der Umsatzkosten ausgewiesen.

Entwicklungskosten, die in der GfK Gruppe insbesondere beim Aufbau neuer Panels anfallen, werden bei Vorliegen der Voraussetzungen für die Aktivierung unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nur dann aktiviert, wenn sie aus der Entwicklungsphase und nicht aus der Forschungsphase stammen und wenn darüber hinaus weitere genau definierte Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind. Zu diesen Kriterien gehören die technische Machbarkeit der Fertigstellung des Projekts, seine beabsichtigte Vollendung und Verwertung sowie die Fähigkeit zur Eigennutzung oder zum Verkauf des immateriellen Vermögenswerts. Darüber hinaus müssen der zukünftige ökonomische Vorteil und die Verfügbarkeit der erforderlichen technischen, finanziellen und anderen Ressourcen zur Vollendung des Projekts nachgewiesen werden. Außerdem ist die zuverlässige Ermittlung der dem immateriellen Vermögenswert während der Entwicklungsphase zuzuordnenden Kosten Voraussetzung für die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte.

3.6 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beinhalten Erträge und Aufwendungen operativer Art, deren Zuordnung zu den Umsatzerlösen oder den Funktionskosten nicht sachgerecht wäre. Darin sind hauptsächlich Währungsgewinne und -verluste aus nicht finanziellen Transaktionen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen, nicht den Funktionskosten zuordenbare Wertminderungen und Wertaufholungen, Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten, Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen sowie Aufwendungen für Gerichtsprozesse enthalten.

3.7 Operatives Ergebnis  

Das operative Ergebnis umfasst bei der GfK Gruppe das Bruttoergebnis vom Umsatz, vermindert um die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten, sowie das sonstige Ergebnis, das sich aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammensetzt.

3.8 Angepasstes operatives Ergebnis 

Die intern zur Steuerung des Geschäfts der GfK Gruppe verwendete Kennzahl angepasstes operatives Ergebnis basiert auf dem operativen Ergebnis. Das angepasste operative Ergebnis wird ermittelt, indem aus dem operativen Ergebnis die folgenden Aufwendungen und Erträge eliminiert werden: 

› Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 

› Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation 

› Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen 

› Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten 

› Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung 

› das Ergebnis aus der Währungsumrechnung 

› Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Compliance-Fällen und nicht fortgeführten Projekten

› sonstige hervorgehobene Posten 

3.9 Ergebnis aus assoziirten Unternehmen 

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beinhaltet den Ertrag oder Aufwand, der sich aus der Bewertung der Anteile an assoziiert Unternehmen zum anteiligen Eigenkapital (at equity) ergibt.

3.10 Sonstiges Beteiligungsergebnis  

Das sonstige Beteiligungsergebnis enthält im Wesentlichen Dividenden von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen der GfK Gruppe, Gewinne und Verluste aus dem Abgang solcher Unternehmen sowie Erträge und Aufwendungen aus der Ergebnisabführung dieser Unternehmen.

3.11 EBIT

Die verwendete Kennzahl EBIT (earnings before interest and taxes) wurde als Zwischensumme in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingefügt. Das EBIT wird ermittelt, indem zum operativen Ergebnis das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und das sonstige Beteiligungsergebnis addiert werden.

3.12 Sonstige Finanzerträge und -aufwendungen 

Die sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen umfassen Zinserträge und Zinsaufwendungen, Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, die zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos dienen, Transaktionskosten für Bankkredite, Aufwendungen aus Abschreibungen auf Ausleihungen, Währungsgewinne und -verluste, die aus finanziellen Transaktionen, wie zum Beispiel Ausleihungen oder Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung, entstanden sind, und das übrige Finanzergebnis. In den Zinsaufwendungen sind auch Aufzinsungen auf Schulden enthalten, die zuvor abgezinst wurden. Diese Aufzinsungen betreffen unter anderem zukünftige Kaufpreisbestandteile aus Unternehmensakquisitionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert passiviert werden. 

Zinsen werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Ertrag oder Aufwand erfasst. Die Abgrenzung von Zinsen erfolgt nach der Effektivzinsmethode.

3.13 Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit 

Die verwendete Kennzahl Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit wurde als Zwischensumme in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingefügt. Das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit entspricht dem Konzernergebnis vor Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands.

3.14 Ertragsteuern 

Die Steuern auf das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten den laufenden und den latenten Ertragsteueraufwand. 

Die Unternehmen der GfK Gruppe sind in zahlreichen Ländern operativ tätig. Die GfK Gruppe unterliegt daher unter einer Vielzahl von Steuerhoheiten verschiedenen Steuergesetzen. Die im Konzernabschluss enthaltenen Steuerposten werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuergesetze sowie der einschlägigen Auffassungen der Steuerverwaltung ermittelt. Infolge ihrer Komplexität können bestimmte Sachverhalte einer abweichenden Interpretation durch die Steuerpflichtigen einerseits und die lokalen Finanzbehörden andererseits unterliegen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Liability-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden aktive und passive latente Steuern bilanziert. Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf latente Steuern werden ab dem Tag ergebniswirksam berücksichtigt, an dem das Steuergesetz verabschiedet wird.

Aktive latente Steuern werden nur dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie in der Zukunft realisiert werden können. Dies ist im Wesentlichen der Fall, wenn das betreffende Unternehmen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen wird, um den steuerlichen Vorteil zu realisieren. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehr von zu versteuernden temporären Differenzen sowie bestehende Steuerstrategien berücksichtigt.

Zu jedem Bilanzstichtag wird durch den Vorstand die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern eingeschätzt. Die Schätzung des geplanten steuerpflichtigen Einkommens und die durch mögliche Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile sind dabei naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Ferner kann sich aus Änderungen der Steuergesetzgebung eine Einschränkung in Bezug auf den Umfang oder den zeitlichen Rahmen der Realisierbarkeit zukünftiger steuerlicher Vorteile ergeben. Die Anpassung von Schätzungen erfolgt in der Periode, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. 

Eine Wertberichtigung für aktive latente Steuern wird erfasst, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass aktive latente Steuern teilweise oder vollumfänglich nicht realisiert werden können. Im Rahmen seiner Ermessensausübung geht der Vorstand bei nicht nachhaltig in Verlustsituationen befindlichen Tochtergesellschaften von einem maximalen Zeitraum zur Realisierung von aktiven latenten Steuern von fünf Jahren aus, ansonsten von einem kürzeren Zeitraum.

Steuern auf Sachverhalte, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auf im sonstigen Ergebnis erfasste Währungsdifferenzen aus konzerninternen Fremdwährungsdarlehen, die Nettoinvestitionen in den Geschäftsbetrieb von Tochtergesellschaften darstellen, werden keine latenten Steuern abgegrenzt, da nicht geplant ist, die temporären Differenzen in absehbarer Zeit zu realisieren.

3.15 Wertminderungen 

Wenn Vermögenswerte nicht mehr werthaltig sind und deshalb abgewertet werden, wird der Wertminderungsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte werden einmal jährlich im Rahmen eines Impairment-Tests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Ein Impairment-Test wird außerdem dann durchgeführt, wenn Ereignisse („triggering events“) eintreten, die die Werthaltigkeit wesentlich beeinflussen könnten.

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten liegt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert eines Vermögenswerts, dem bei der GfK Gruppe die erwarteten künftigen Zahlungsströme zumindest über einen detailliert geplanten Dreijahreszeitraum zugrunde liegen, die mit einem jeweils individuell zu Marktbedingungen bestimmten Zinssatz abgezinst werden. Die Wachstumsrate der Zahlungsströme über den Detailplanungszeitraum hinaus wird in der Regel durch einen Abschlag auf den Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Auf diese Weise wird ein beizulegender Zeitwert der Ebene 3 ermittelt.

Der Wertminderungsaufwand von Geschäfts- oder Firmenwerten und von Marken wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, während Wertminderungen von Studien, Panels, Kundenstämmen, langfristigen Verträgen und Software in den Funktionskosten gezeigt werden. Ein für Geschäfts- oder Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird nicht wieder aufgeholt.

Bei der Überprüfung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte oder der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens auf Wertminderungen beinhaltet die Bestimmung des erzielbaren Betrags dieser Vermögenswerte Schätzungen und Annahmen des Vorstands, die mit Unsicherheit behaftet sind. Die Schätzungen und Annahmen können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und damit auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Aus einer Veränderung der Annahmen oder der Umstände können vor diesem Hintergrund zukünftig zusätzliche Wertminderungen oder Zuschreibungen resultieren.

Nähere Erläuterungen zu Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten finden sich innerhalb dieses Kapitels im Folgenden unter „Finanzinstrumente“.

3.16 Ergebnis je Aktie 

Das unter der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist, durch die gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl des Geschäftsjahres dividiert wird.

Eine Korrektur der durchschnittlichen Aktienanzahl um im Berichtsjahr ausgeübte und verfallene Optionen zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie kommt nicht in Betracht, da keine ausübbaren Optionen auf GfK-Aktien mehr bestehen. Somit entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem Ergebnis je Aktie.

3.17 Long-Term-Incentive-Programme für Mitarbeiter und Führungskräfte der GfK Gruppe 

Seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt für die Mitglieder des Vorstands der GfK SE und seit dem Geschäftsjahr 2012 für ausgewählte Führungskräfte der GfK Gruppe ein neues Long-Term-Incentive-Programm. Ansprüche aus dem zuvor geltenden Modell wurden letztmals im Jahr 2015 ausbezahlt. Den Planteilnehmern des neuen Programms wird ein individueller Bonus-Zielbetrag gewährt, der bis 2014 jeweils zu einer Hälfte in virtuelle Aktien und zur anderen in einen „Performance-Based Long-Term Cash Bonus“ umgewandelt wurde. Seit 2015 wird der individuelle Bonus-Zielbetrag der Planteilnehmer vollständig in virtuelle Aktien umgewandelt. 

Der Zielbetrag der virtuellen Aktien wird auf Basis des Aktienkurses der GfK-Aktie der letzten 20 Handelstage vor Beginn des Performance-Zeitraums in virtuelle Aktien umgewandelt. Bei Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre erhöht sich die Anzahl virtueller Aktien entsprechend wertgleich. 

Die Mitglieder des Vorstands dürfen ihre virtuellen Aktien nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist im Verlauf eines zweijährigen Ausübungszeitraums in gewissen Handelsfenstern ausüben. Virtuelle Aktien der Tranche 2016 dürfen jeweils zur Hälfte nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist und nach Ablauf einer sechsjährigen Sperrfrist im Verlauf eines zweijährigen Ausübungszeitraums in gewissen Handelsfenstern ausgeübt werden. Werden die virtuellen Aktien bis zum Ende des Zeitraums nicht ausgeübt, so werden sie am letzten Tag des letzten Ausübungsfensters ausgezahlt. 

Für Führungskräfte findet das zweijährige Ausübungsfenster keine Anwendung. Für diese Planteilnehmer wird der Auszahlungsbetrag nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist auf Basis des Aktienkurses der GfK-Aktie der letzten 20 Handelstage vor Ablauf des Performance-Zeitraums ermittelt.

Für den Performance-Based Long-Term Cash Bonus gilt: Nach Ablauf eines vierjährigen Performance-Zeitraums besteht ein Anspruch auf Auszahlung eines Bonusbetrags. Die Höhe des Betrags bemisst sich danach, bis zu welchem Grad das festgelegte Performance-Ziel (durchschnittlicher Return on Capital Employed von GfK, „GfK-ROCE“, der Vierjahresperiode) bis zum 31. Dezember des dritten Jahres nach dem Jahr der Gewährung erreicht wurde. Die Auszahlung für die entsprechende Laufzeit wird auf Grundlage der testierten Jahresabschlüsse berechnet.

Endet das Anstellungsverhältnis vor Ablauf des Performance-Zeitraums aufgrund von Kündigung oder Rücktritt, verfallen die gewährten Bonusleistungen ersatzlos.

3.18 Immaterielle Vermögenswerte  

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die GfK Gruppe weist innerhalb dieses Aktivpostens sowohl Geschäfts- oder Firmenwerte aus, die aus der Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen entstanden sind, als auch Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Abschlüssen der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss übernommen wurden. 

Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert für Unternehmenszusammenschlüsse die verbleibende aktivische Differenz, nachdem die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital verrechnet wurden.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Unternehmen, die nicht in Euro berichten, werden in der Berichtswährung der erworbenen Tochtergesellschaft geführt. Für die erstmalige Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird der Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung herangezogen. Die Folgebewertung erfolgt zum Mittelkurs am Bilanzstichtag.

Im Rahmen eines Impairment-Tests überprüft die GfK Gruppe einmal jährlich und zusätzlich bei Eintritt wesentlicher Ereignisse (triggering events) oder veränderter Verhältnisse die Werthaltigkeit ihrer Zahlungsmittel generierenden Einheiten einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte werden diese den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet, die einer Matrix aus den zwei Sektoren zu je sechs Regionen zuzüglich des Bereichs Sonstige entsprechen.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ist gegeben, wenn der erzielbare Betrag nicht geringer ist als der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit.

Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Da nach Einschätzung von GfK der Nutzungswert geringere Cashflows generiert, berechnet GfK in der Regel ausschließlich den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Er wird im Rahmen des Impairment-Tests durch Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Hierfür werden die erwarteten künftigen Zahlungsströme aus der jeweils aktuellen Fünfjahresplanung herangezogen. Die entsprechenden Prognosen berücksichtigen Erfahrungen aus der Vergangenheit und basieren auf der besten durch den Vorstand vorgenommenen Einschätzung zukünftiger Entwicklungen. Das Wachstum der Zahlungsströme über den Fünfjahreszeitraum hinaus (ewige Rente) wird durch einen Abschlag auf den Diskontierungszinssatz berücksichtigt. Zur Ableitung der nachhaltigen Wachstumseffekte wurden die aktuellen, branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie die Kosten-Erlös-Struktur und die Entwicklung von GfK berücksichtigt. Vor diesem Hintergrund wurde ein Wachstumsabschlag von 1,3 Prozentpunkten (2015: 1,3 Prozentpunkte) berücksichtigt.

Dieser Wachstumsabschlag wurde ebenso wie der Diskontierungszinssatz aus extern verfügbaren Kapitalmarktdaten abgeleitet. Auf diese Weise wird ein beizulegender Zeitwert der Ebene 3 ermittelt.

Zur Ermittlung des Diskontierungszinssatzes wird eine gewichtete durchschnittliche Kapitalkostenberechnung durchgeführt, die die branchenübliche Kapitalstruktur und die branchenüblichen Finanzierungskosten berücksichtigt. In den Diskontierungszinssatz fließen die Erwartungen der Eigen- und Fremdkapitalgeber und das jeweilige Länderrisiko ein. Der hieraus resultierende Diskontierungszinssatz zum 31. Dezember beträgt, abhängig von der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zwischen 6,5 Prozent und 12,4 Prozent (31. Dezember 2015: zwischen 6,4 Prozent und 12,1 Prozent). Der Diskontierungszinssatz vor Steuern zum 31. Dezember beträgt zwischen 8,4 Prozent und 17,4 Prozent (31. Dezember 2015: zwischen 8,3 Prozent und 16,8 Prozent). 

Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, ist mit Schätzungen verbunden. Zu den zentralen Annahmen, auf denen die Ermittlung der erzielbaren Beträge beruht, gehören geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Schätzungen sind insbesondere im Zusammenhang mit der Prognose und Diskontierung zukünftiger Cashflows und damit hinsichtlich der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung erforderlich. Ferner beeinflussen die Volatilität auf Kapitalmärkten, Zinsentwicklungen und Währungskursschwankungen die Bewertung. Die vorgenommenen Schätzungen und die zugrunde liegende Methodik können erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und damit auf die Höhe einer eventuellen Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte haben.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte der GfK Gruppe setzen sich aus den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten und den übrigen immateriellen Vermögenswerten zusammen. Sie beinhalten ganz überwiegend Software und Marktforschungspanels, die entweder extern erworben oder selbst erstellt wurden. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierte Kundenbeziehungen und Marken.

Wurde bei einem sonstigen immateriellen Vermögenswert eine Wertminderung vorgenommen, erfolgt eine Wertaufholung, wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag ergibt. Der Buchwert nach Wertaufholung darf jedoch nicht den rechnerischen Buchwert übersteigen, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung in der Vergangenheit nicht vorgenommen worden wäre. Die Zuschreibung erfolgt ergebniswirksam in dem Posten, in dem zuvor die Wertminderung erfasst wurde.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte der GfK Gruppe bestehen hauptsächlich aus Software und Panelaufbaukosten.

Software, die von Unternehmen der GfK Gruppe selbst entwickelt wurde, wird in der Regel intern für die Analyse und Aufbereitung von Marktforschungsdaten eingesetzt. In manchen Fällen handelt es sich um Software für externe Nutzer, die speziell nach den Anforderungen des Nutzers programmiert wurde. Interne Kosten der Softwareentwicklung werden unter den langfristigen Vermögenswerten aktiviert, wenn die Kriterien nach IAS 38, „Immaterielle Vermögenswerte“, erfüllt sind. Die Abschreibung beginnt mit Fertigstellung der Software.

Bei Panelaufbaukosten handelt es sich um aktivierte Entwicklungskosten für den Aufbau eines neuen Panels oder die Erweiterung eines bestehenden Panels. Panelaufbaukosten, die aktiviert werden, beinhalten unter anderem:

› Ausgaben für Material und Dienstleistungen, die beim Panelaufbau genutzt oder verbraucht werden

› Löhne und Gehälter sowie andere mit der Beschäftigung verbundene Aufwendungen für die Mitarbeiter, die am Panelaufbau direkt beteiligt sind

› Gemeinkosten, die beim Panelaufbau notwendigerweise anfallen und ihm auf vernünftiger und stetiger Basis aufgrund einer Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung zugeordnet werden können 

Nicht aktivierungsfähig sind die Kosten der Vorbereitungs- und der Anwendungsphase sowie Erhaltungskosten für laufende Panels. Sie werden aufwandswirksam erfasst. 

Panelaufbaukosten werden nur dann abgeschrieben, wenn sie im unmittelbaren Zusammenhang mit einem bestimmten, zeitlich begrenzt laufenden Kundenauftrag entstanden sind. Der Abschreibungszeitraum bemisst sich in diesem Fall in der Regel nach der Vertragsdauer oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Ansonsten ist die Nutzungsdauer von Panels unbestimmt. Sie unterliegen keiner regulären Abschreibung. Ihre Werthaltigkeit wird mindestens jährlich mit einem Impairment-Test überprüft.

Aufwendungen für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Berichtsperiode erfasst. Entwicklungskosten, die nicht zu einem aktivierungsfähigen immateriellen Vermögenswert geführt haben, werden ebenfalls als Aufwand erfasst.

Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte umfassen vor allem extern erworbene Panels, Kundenstämme, Software und Marken.

Die übrigen immateriellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und linear abgeschrieben; dies gilt nicht für Kundenstämme und nicht uneingeschränkt für Marken. Die Nutzungsdauer für Software und übrige immaterielle Vermögenswerte beträgt in der Regel zwischen drei und zehn Jahren.

Kundenstämme werden in der Regel über einen Zeitraum von sechs bis 20 Jahren degressiv mit einer individuell ermittelten Kundenabschmelzrate abgeschrieben, die zwischen 5 Prozent und 30 Prozent liegt.

Marken unterliegen in der Regel keiner Abschreibung. Ihre Nutzungsdauer ist unbestimmt. Werden erworbene Marken über einen definierten Zeitraum durch die Marke GfK ersetzt, werden sie linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer in solchen Fällen beträgt drei Jahre.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest jährlich einem Impairment-Test unterzogen. 

Bei qualifizierten Vermögenswerten werden Fremdkapitalzinsen aktiviert.

3.19 Sachanlagen 

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden bei qualifizierten Vermögenswerten aktiviert. Die kumulierten Abschreibungen umfassen im Regelfall die linearen Abschreibungen bis zum Bilanzstichtag und gegebenenfalls Wertminderungen. Die Abschreibungsdauer entspricht der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. In Erstellung befindliche Anlagen werden nicht abgeschrieben. 

Die GfK Gruppe sieht für den Regelfall die in der folgenden Tabelle dargestellten Nutzungsdauern vor.

Anlagengut Nutzungsdauer in Jahren
Verwaltungsgebäude 50
EDV-Anlagen 3 bis 5
Pkw und andere Fahrzeuge 5
Büromaschinen 3 bis 5
Büromöbel 10 bis 13

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung enthält auch noch nicht fertiggestellte technische Geräte.

Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen erfolgt nach IAS 17, „Leasingverhältnisse“. Je nach Vertragsgestaltung liegt Finance Lease oder Operating Lease vor. 

Finance Lease ist dadurch charakterisiert, dass Risiken und Nutzen des Leasinggegenstands im Wesentlichen auf den Leasingnehmer übergehen. Liegt Finance Lease vor, wird der Leasinggegenstand beim Leasingnehmer aktiviert und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Leasingverbindlichkeit entspricht dem niedrigeren Wert aus Barwert der Mindestleasingzahlungen und beizulegendem Zeitwert des Leasinggegenstands zu Beginn des Leasingverhältnisses.

Der aktivierte Leasinggegenstand wird linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer bemisst sich am kürzeren Zeitraum aus Vertragslaufzeit und wirtschaftlicher Nutzungsdauer. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird darüber hinaus eine Wertminderung vorgenommen. 

Die Leasingverbindlichkeit wird über die Laufzeit des Leasingvertrags durch die Zahlung der Leasingraten getilgt. Die Auflösung der Abzinsung wird durch Anwendung eines konstanten Zinssatzes auf die Restschuld ermittelt und in den Zinsaufwendungen innerhalb der sonstigen Finanzaufwendungen ausgewiesen.

Beim Operating Lease erfolgt die Bilanzierung des Leasingguts beim Leasinggeber. Der Leasingnehmer erfasst seine regelmäßigen Zahlungen als Mietaufwand.

3.20 Finanzinstrumente     

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. 

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, an anderen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalinstrumente (zum Beispiel Beteiligungen), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. 

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen bei der GfK Gruppe insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verhältnissen und derivative Finanzinstrumente.

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt in der GfK Gruppe bei Kauf oder Verkauf zum Handelstag, also an dem Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments eingegangen wurde.

Zinsänderungen können bei fest verzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten unterliegen grundsätzlich keinem Zinsänderungsrisiko.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden angesetzt, wenn die GfK Gruppe Vertragspartei bei einem Finanzinstrument wird. 

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt. Die in der Konzernbilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen regelmäßig den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung marktüblicher Verfahren (Bewertungsmodelle). Hierfür werden instrumentenspezifische Marktparameter zugrunde gelegt. Die dargestellten beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, werden auf dieselbe Weise ermittelt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Bei finanziellen Vermögenswerten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wird davon ausgegangen, dass der beizulegende Zeitwert dem Nominalwert entspricht. 

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. 

Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen und langfristigen Festgelder sind der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung eingebunden sind und damit zwingend als „zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 

Bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Finanzinvestitionen wurde durch den Vorstand im Rahmen seiner Ermessensausübung festgelegt, dass Finanzinvestitionen nie als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen, sondern stets als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden.

Die Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ stellt in der GfK Gruppe die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Darunter fallen die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen und sonstige zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere. 

Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem aus dem Börsenkurs abgeleiteten beizulegenden Zeitwert, sofern ein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt. Die in der Folge aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert resultierenden Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen oder um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt. Sie werden erfolgswirksam erfasst. 

Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die in den sonstigen Rücklagen gebuchten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden insbesondere die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen) bewertet. 

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines finanziellen Vermögenswerts höher ist als der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme. Die Überprüfung, ob ein Wertminderungsbedarf besteht, wird zu jedem Bilanzstichtag vorgenommen. Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden die folgenden auslösenden Sachverhalte herangezogen:

› Der Schuldner befindet sich in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.
› Beobachtbare Daten zeigen, dass seit dem erstmaligen Ansatz eine messbare Minderung der erwarteten künftigen Zahlungsströme eingetreten ist.

Um über das Bestehen eines Wertminderungsbedarfs zu entscheiden, werden die bestehenden Kreditverhältnisse analysiert, die der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet werden und deren Folgebewertung somit zu fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen wird. Zum jeweiligen Bilanzstichtag wird überprüft, inwieweit objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, die bilanziell zu berücksichtigen sind. Die Höhe einer Wertminderung berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem erzielbaren Betrag, also dem Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme, der mit dem originären Effektivzinssatz des Finanzinstruments diskontiert wird. Dabei werden Zahlungsströme aus kurzfristigen Forderungen aus Vereinfachungsgründen nicht diskontiert. Wertminderungen von Finanzinstrumenten der Kategorie „Kredite und Forderungen“ werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Bei Abgang des Finanzinstruments geht auch die zugehörige Wertberichtigung ab. Eine direkte Verringerung oder Erhöhung des Buchwerts von Finanzinstrumenten der Kategorie „Kredite und Forderungen“ erfolgt grundsätzlich nicht.

Umgliederungen zwischen den Ebenen der Bewertungshierarchie von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Ende des Geschäftsjahres durchgeführt, in dem sie aufgetreten sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert. 

Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Darunter fallen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Bei Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr wird unterstellt, dass der beizulegende Zeitwert dem Rückzahlungsbetrag entspricht.

Nicht in effektive Sicherungsbeziehungen eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen und damit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Ist er negativ, wird eine finanzielle Verbindlichkeit angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten wird der Marktwert grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden), wobei instrumentenspezifische Marktparameter zugrunde gelegt werden.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt mit der Discounted-Cashflow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditäts-Spreads bei der Barwertermittlung berücksichtigt werden.

Für Finanzinstrumente der Kategorie „Kredite und Forderungen“, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Kredite und Forderungen wird angenommen, dass der Marktwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Kredite und Forderungen wird der Marktwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. 

Für Anteile an nicht börsennotierten Gesellschaften wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht. Eine verlässliche Ermittlung eines Marktwerts wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich. 

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die finanziellen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten haben generell eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, sodass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Für die finanziellen langfristigen Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen ermittelt.

3.21 Derivative Finanzinstrumente, Hedge Accounting     

Die GfK Gruppe schließt weltweit Geschäfte in verschiedenen Währungen ab, wodurch ein Wechselkursrisiko entstehen kann. Auch Geldanlagen, Anlagen in Wertpapieren sowie die Aufnahme von Bankkrediten erfolgen in diversen Währungen. Hieraus können Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Marktpreisen resultieren.

Nähere Informationen zum Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiko sowie zu den Zielen, Strategien und Prozessen des Risikomanagements können dem Risikobericht innerhalb des Konzernlageberichts entnommen werden.

Zur Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken setzt die GfK Gruppe Devisentermingeschäfte und Zinsswaps ein.

Derivative Finanzinstrumente werden bei Abschluss der Transaktion mit ihren Anschaffungskosten als Vermögenswert oder Verbindlichkeit bilanziert und in der Folge zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente erfolgt unter Anwendung marktüblicher Verfahren unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Dabei werden die Marktwerte mit Barwert- und Optionspreismodellen errechnet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, so weit wie möglich, die am Bilanzstichtag relevanten Marktpreise und Zinssätze verwendet.

Die Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen des Hedge Accountings werden je nachdem, ob es sich um einen Fair Value Hedge, einen Cashflow Hedge oder einen Net Investment Hedge handelt, unterschiedlich erfasst.

Werden durch das derivative Finanzinstrument Wertänderungsrisiken von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten abgesichert, liegt ein Fair Value Hedge vor. In diesem Fall werden die Wertänderungen sowohl des gesicherten Grundgeschäfts als auch des derivativen Finanzinstruments ergebniswirksam erfasst.

Bei Wertänderungen von Cashflow Hedges, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen Risiken aus Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme eingesetzt werden, werden die effektiven Teile der Zeitwertschwankungen zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst. Liegt die Effektivität einer Hedge-Beziehung nicht zwischen 80 und 125 Prozent, wird die Hedge-Beziehung aufgelöst. Die ineffektiven Teile von Hedge-Beziehungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Ein Risiko hinsichtlich der Höhe zukünftiger Zahlungsströme besteht insbesondere für variabel verzinsliche Kredite und für geplante Transaktionen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden.

Wird das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam, werden die aufgelaufenen, in den sonstigen Rücklagen enthaltenen Gewinne und Verluste dementsprechend erfolgswirksam aufgelöst.

Nettoinvestitionen in ausländische Tochterunternehmen können durch Net Investment Hedges abgesichert werden. Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen Fremdwährungskredit in der Lokalwährung der erworbenen Beteiligung handeln. Die sich aus der Stichtagsbewertung des Fremdwährungskredits ergebenden Währungsgewinne oder -verluste werden bezüglich des effektiven Teils ebenfalls wie beim Cashflow Hedge im sonstigen Ergebnis erfasst.

Erweist sich die Sicherung als hocheffektiv, werden Kursgewinne oder -verluste aus dem Sicherungsgeschäft im sonstigen Ergebnis erfasst. Die ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt nicht mit Ende der Laufzeit des Sicherungsgeschäfts, sondern erst bei Veräußerung oder Liquidation der abgesicherten Investition.

Voraussetzung für die Anwendung jeglicher Art von Hedge Accounting ist die formale Dokumentation der Beziehung zwischen der gesicherten Position und dem Sicherungsgeschäft. Aus der Dokumentation muss ferner hervorgehen, wie das Sicherungsgeschäft das Risiko aus dem Grundgeschäft hocheffektiv ausgleicht und mit welchen Methoden diese Effektivität nachgewiesen wird. 

Generell wird der nicht durch das Grundgeschäft gedeckte Teil der Wertänderungen ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Die GfK Gruppe geht darüber hinaus Sicherungsbeziehungen ein, die nicht nach den Regeln des Hedge Accountings bilanziert werden können. Aus ökonomischer Sicht entsprechen auch diese Sicherungsbeziehungen den Grundsätzen des Risikomanagements. Darüber hinaus wird bei der Fremdwährungsabsicherung bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kein Hedge Accounting angewendet, da die aus der Währungsumrechnung stammenden, erfolgswirksam realisierten Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte mit den Gewinnen und Verlusten der derivativen Sicherungsinstrumente einhergehen und sich entsprechend in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nahezu ausgleichen.

3.22 Forderungen und Sonstige Vermögenswerte     

Forderungen werden mit Nominalwerten und bei erkennbaren Einzelrisiken unter Berücksichtigung einer Wertminderung angesetzt. Diese Wertminderungen tragen dem Ausfallrisiko hinreichend Rechnung. Eine konzernweit geltende Richtlinie regelt die Absicherung gegen das Ausfallrisiko. Im Zusammenhang mit der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs für zweifelhafte Forderungen sind in bedeutendem Maß Einschätzungen und Beurteilungen erforderlich. Dabei sind insbesondere die Kreditwürdigkeit des Kunden, die aktuellen Entwicklungen der Konjunktur und historische Ausfallraten zu berücksichtigen.

Über Neukunden sollte eine Kreditauskunft bei einer renommierten Wirtschaftsauskunftei eingeholt werden, wenn das Auftragsvolumen 50 TEUR übersteigt. Sind keine zufriedenstellenden Informationen über den Kunden verfügbar, müssen zwei Drittel des Auftragswerts vor Lieferung der Daten bezahlt sein. Bestandskunden sind ebenfalls nach vorgegebenen Regeln hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit zu beobachten. Darüber hinaus wird das Kreditrisiko durch das Stellen von Voraus- und Anzahlungsrechnungen minimiert.

3.23 Vorräte     

Vorräte werden zum niedrigeren Betrag aus den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss der GfK Gruppe werden sie unter den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten und Abgrenzungen ausgewiesen.

3.24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente     

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Kassenbestände und Bankguthaben sowie liquide Geldanlagen mit einer Restlaufzeit von unter drei Monaten.

3.25 Zur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte und Schulden     

Vermögenswerte und Schulden, deren zugehöriger Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird, werden in der Konzern-bilanz getrennt von den übrigen Vermögenswerten und Schulden in den Bilanzposten „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ und „Zur Veräußerung bestimmte Schulden“ ausgewiesen. Die Veräußerung innerhalb eines Jahres muss höchstwahrscheinlich sein.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert sind, werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Ihre reguläre Abschreibung wird ausgesetzt. Ergibt sich eine Wertminderung, wird sie zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, anschließend anteilig den übrigen Vermögenswerten und Schulden. Der Wertminderungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten liegen Schätzungen und Annahmen zugrunde, die mit Unsicherheiten behaftet sind.

3.26 Eigenkapital

Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage wird das Eigenkapital der GfK SE ausgewiesen, das nicht zum gezeichneten Kapital gehört, das aus Kapitaleinzahlungen der Anteilseigner stammt und das nicht aus dem erwirtschafteten Ergebnis resultiert. Als Kapitalrücklage werden Leistungen ausgewiesen, die im Zusammenhang mit Einlagen zum Erwerb von Anteilen oder der Gewährung eines Vorzugs stehen, aber auch andere Leistungen zur Verstärkung des Eigenkapitals.

Gewinnrücklagen

Als Gewinnrücklagen werden Beträge ausgewiesen, die im Geschäftsjahr oder in früheren Geschäftsjahren aus dem Ergebnis gebildet worden sind. Es handelt sich dabei auch um die aus dem Ergebnis zu bildende gesetzliche Rücklage. 

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen enthalten Veränderungen im Eigenkapital des Konzerns, die zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst werden und bei denen es sich nicht um Einzahlungen von Aktionären oder Ausschüttungen an Aktionäre handelt. 

Diese Veränderungen resultieren aus Währungskursdifferenzen, aus unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, aus der Bewertung von Sicherungsbeziehungen (Cashflow Hedges und Net Investment Hedges) sowie aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsplänen.

Minderheitsanteile am Eigenkapital

Als Minderheitsanteile am Eigenkapital werden die nicht beherrschenden Anteile ausgewiesen.

3.27 Rückstellungen     

Rückstellungen werden grundsätzlich gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist. Zudem muss die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden können. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wenn sie unverzinslich oder niedrig verzinslich sind.

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) bewertet. Hierbei werden künftige Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Der bilanzierte Betrag stellt den um den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand bereinigten Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung nach Verrechnung mit dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens dar. Der Diskontierungszinssatz orientiert sich an der Verzinsung erstrangiger festverzinslicher Industrieanleihen.

Auf Grundlage der leistungsorientierten Nettoschuld bzw. des leistungsorientierten Nettovermögens werden die Nettozinsen auf die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus einem leistungsorientierten Plan ermittelt, indem die Nettoschuld (der Nettovermögenswert) zu Beginn der Periode mit dem Diskontierungszinssatz multipliziert wird, der der leistungsorientierten Verpflichtung, also der Bruttoschuld, zu Periodenbeginn zugrunde liegt. 

Pensions- und ähnliche Verpflichtungen werden ausgehend von versicherungsmathematischen Bewertungen bilanziert. Zu den diesen Bewertungen zugrunde liegenden Faktoren zählen versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssätze, erwartete Gehaltssteigerungen, Sterblichkeitsraten und Steigerungsraten für Kosten der Gesundheitsfürsorge. Infolge veränderter Bedingungen können die versicherungsmathematischen Annahmen wesentlich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und in der Folge zu signifikanten Änderungen der Verpflichtungen im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer führen.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Unternehmen der GfK Gruppe sind mitunter Parteien in Rechtsstreitigkeiten. Der Vorstand analysiert regelmäßig aktuelle Informationen zu rechtlichen Risiken. Für wahrscheinliche Verpflichtungen werden Rückstellungen passiviert, bei deren Dotierung auch geschätzte Kosten der rechtlichen Beratung berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang werden die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs aus Sicht der GfK Gruppe und die Möglichkeit, die Höhe der entsprechenden Verpflichtung gegebenenfalls hinreichend verlässlich schätzen zu können, berücksichtigt. Für Zwecke der Beurteilung rechtlicher Risiken setzen die Unternehmen der GfK Gruppe interne und externe Anwälte ein. 

Für weitere Verpflichtungen gegenüber Dritten, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen, aber keine Verbindlichkeiten sind, werden Rückstellungen gebildet, wenn mehr für als gegen das Vorliegen einer gegenwärtigen Verpflichtung spricht und wenn der erwartete Betrag der Inanspruchnahme im Rahmen einer Bandbreite geschätzt werden kann. Innerhalb dieser Bandbreite wird der wahrscheinlichste Betrag angesetzt.

3.28 Finanzverbindlichkeiten     

Die Finanzverbindlichkeiten enthalten verzinsliche Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter, insbesondere Darlehen von Banken und anderen Darlehensgebern, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie andere verzinsliche Verbindlichkeiten. 

Die GfK Gruppe bilanziert von Minderheitsgesellschaftern gehaltene Andienungsrechte (Put-Optionen oder Obligationen) sowie variable Kaufpreise im Zusammenhang mit Anteilserwerben als von zukünftigen Ereignissen abhängige Kaufpreisbestandteile, die von zukünftigen Umsätzen und EBITs beeinflusst werden. Die hiervon betroffenen Minderheitsanteile werden nicht als Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen. Die Bewertung der damit in Zusammenhang stehenden lang- bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Die Aufzinsung der Zahlungsverpflichtungen wird in den Zinsaufwendungen gezeigt.

Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen, die im Erwerbszeitpunkt als Verbindlichkeiten erfasst werden, werden Wertänderungen von ab dem 1. Januar 2010 eingegangenen Verbindlichkeiten aus Earn-outs und Andienungsrechten von Minderheitsgesellschaftern ergebniswirksam im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung erfolgt die Korrektur des daraus entstehenden Ergebnisses im Posten „Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen“ innerhalb des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit.

3.29 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbind- Lichkeiten     

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

3.30 Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung     

Der Passivposten „Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung“ umfasst erhaltene Anzahlungen sowie abgegrenzte Beträge aus der Umsatzbewertung. In diesem Posten werden abgegrenzte Umsätze ausgewiesen, die aus vertraglich vereinbarten Voraus- oder Anzahlungsrechnungen entstanden sind, jedoch gemäß den oben beschriebenen Methoden der Umsatzrealisierung noch nicht als Umsatz vereinnahmt werden können.

3.31 Übersicht Über die Angewandten Bewertungsgrundsätze     

Der folgenden Tabelle können die wichtigsten Bewertungsgrundsätze entnommen werden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses der GfK Gruppe Anwendung finden.

AKTIVA
Geschäfts- oder Firmenwerte Impairment-only-Ansatz
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
mit bestimmter Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
mit unbestimmter Nutzungsdauer Impairment-only-Ansatz
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen, sonstige Beteiligungen Anschaffungskosten
Ausleihungen und langfristige Festgelder Fortgeführte Anschaffungskosten
Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare sonstige Wertpapiere Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzielle sonstige Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Übrige finanzielle sonstige Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Nicht finanzielle sonstige Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten

PASSIVA
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Anwartschaftsbarwertverfahren
Sonstige Rückstellungen Abgezinster Erfüllungsbetrag mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finance Lease Fortgeführter Barwert der Mindestleasingzahlungen
Von zukünftigen Ereignissen abhängige Kaufpreisverpflichtungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzielles sonstiges Fremdkapital
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Übriges finanzielles sonstiges Fremdkapital Fortgeführte Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung Fortgeführte Anschaffungskosten
Nicht finanzielles sonstiges Fremdkapital Fortgeführte Anschaffungskosten

3.32 Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt anhand von Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit die Veränderung des Bilanzpostens „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente“ dar. 

Dabei wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt anhand von Veränderungen der Bilanzposten ermittelt. Sie werden um Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Daraus folgt, dass eine Abstimmung der Veränderungen von Bilanzposten aus der Konzern-Kapitalflussrechnung mit den rechnerischen Veränderungen aus der Konzernbilanz, mit dem Anlagenspiegel oder mit sonstigen Angaben im Konzernanhang nur eingeschränkt möglich ist.

3.33 Schätzungen     

Die Erstellung des Konzernabschlusses der GfK Gruppe nach IFRS erfordert die Verwendung von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen. Einige dieser Schätzungen betreffen Sachverhalte, denen eine Unsicherheit immanent ist und die Veränderungen unterliegen können. Diese Schätzungen und Annahmen wurden vom Vorstand unter Berücksichtigung aller bekannten Tatsachen nach bestem Wissen vorgenommen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Dennoch können die tatsächlichen Beträge der Vermögenswerte und Schulden sowie die Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag ebenso wie die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres davon abweichen.

Schätzungen finden Anwendung bei der Umsatzrealisierung nach der Percentage-of-Completion-Methode, im Zusammenhang mit dem Wertberichtigungsbedarf für zweifelhafte Forderungen und bei der Durchführung des Impairment-Tests für den Geschäfts- oder Firmenwert sowie für andere immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen. Darüber hinaus werden Schätzungen vorgenommen bei der Kaufpreisallokation in der Folge von Unternehmenszusammenschlüssen, bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern und beim Ansatz und der Bewertung von bedingten Kaufpreisverpflichtungen und Rückstellungen. Nähere Erläuterungen zur Art der in diesen Gebieten jeweils notwendigen Schätzungen sowie zur Vornahme der Schätzungen in der GfK Gruppe können der vorstehenden Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden. Die im Berichtsjahr verwendeten Parameter beim Impairment-Test für immaterielle Vermögenswerte und für die Bewertung der Pensionsrückstellungen sind in diesem Konzernanhang in den Kapiteln 16, „Immaterielle Vermögenswerte“, und 26, „Rückstellungen“, enthalten.

Im Abschnitt „Ausblick“ des Konzernlageberichts werden die wichtigsten Einschätzungen über die zukünftige Entwicklung der GfK Gruppe und ihres wirtschaftlichen Umfelds dargestellt.

4. Konsolidierungskreis und Wesentliche Akquisitionen     

4.1 Voll Konsolidierte Gesellschaften     

Zum 31. Dezember 2016 umfasst der Konsolidierungskreis nach IFRS neben der Muttergesellschaft acht (2015: neun) inländische und 128 (2015: 130) ausländische Tochterunternehmen. 

Die Änderungen im Bereich der voll konsolidierten Tochterunternehmen zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2016 sind in nachfolgender Tabelle dargestellt.

Voll konsolidierte Tochterunternehmen (Anzahl)
1.1.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
Inland 9 0 – 1 8
Ausland 130 10 – 12 128
Gesamt 139 10 – 13 136

Zum 4. Februar 2016 wurde die zu diesem Zeitpunkt erworbene 100-Prozent-Beteiligung an der Soluciones Netquest de Investigación, S.L., Barcelona, Spanien, erstkonsolidiert und damit auch ihre Tochtergesellschaften 

› Netquest Iberia, S.L.U., Barcelona, Spanien 

› Netquest Mexicana, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko 

› Netquest Brasil Pesquisa de Mercado Ltda., São Paulo, Brasilien 

› Netquest Estudios Cono Sur Ltda., Santiago, Chile 

› Netquest USA Inc., New York, New York, USA 

› Netquest S.A.S., Bogotá, Kolumbien

› Wakoopa, B.V., Amsterdam, Niederlande

Alle acht Gesellschaften sind im Sektor Consumer Experiences tätig.

Aus der Akquisition resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 24.960 TEUR, der den Sektor Consumer Experiences betrifft. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert vor allem das Know-how der Mitarbeiter dieser Firmen, das nicht gesondert aktiviert werden kann. Er ist nicht für Steuerzwecke abzugsfähig.

Durch den Erwerb der Netquest Gruppe sollen Synergien für die digitale Ausrichtung der GfK Gruppe auf globaler Ebene entstehen. Im Rahmen des angesprochenen Erwerbsvorgangs wurden bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte und darauf entfallende latente Steuern in Höhe von per Saldo 9.060 TEUR aufgedeckt. Hierbei handelt es sich insbesondere um den Kundenstamm, Panels und Software. Die vorläufige Kaufpreisallokation zum 30. Juni 2016 wurde zum 31. Dezember 2016 finalisiert.

Vor Zusammenschluss Zum Erwerbszeitpunkt
Langfristige Vermögenswerte 7.251 19.368
Kurzfristige Vermögenswerte 4.576 4.576
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 779 779
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 2.472 5.529
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 9.139 9.139

Zum Konzernumsatz der GfK Gruppe im Geschäftsjahr 2016 haben diese Gesellschaften mit 14.942 TEUR beigetragen. Das kumulierte Ergebnis dieser Gesellschaften für die Zeit ihrer Zugehörigkeit zur GfK Gruppe beträgt – 2.088 TEUR. 

Für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung am 4. Februar 2016 erzielten die genannten Gesellschaften Umsatzerlöse in Höhe von 2.185 TEUR und ein Ergebnis von – 910 TEUR.

Die im Sektor Consumer Choices tätige und im Vorjahr gegründete Gesellschaft GfK Retail and Technology Belgium N.V., Leuven, Belgien, wurde zum 1. Januar 2016 erstkonsolidiert. Darüber hinaus wurde die ebenfalls im Vorjahr gegründete GfK Netherlands B.V., Utrecht, Niederlande, zum 1. Januar 2016 erstkonsolidiert. Sie ist in den Sektoren Consumer Choices und Consumer Experiences tätig. Auf diese Gesellschaft wurden zum 1. Januar 2016 die im Sektor Consumer Experiences tätige GfK Panelservices Benelux B.V., Dongen, Niederlande, und die in den Sektoren Consumer Choices und Consumer Experiences tätige GfK Intomart B.V., Hilversum, Niederlande, verschmolzen. Die Adimark S.A., Providencia, Santiago, Chile, wurde zum 31. Juli 2016 auf die GfK Adimark Chile S.A., Providencia, Santiago, Chile, verschmolzen. Diese konzerninternen Verschmelzungen dienten ausschließlich der Vereinfachung der Konzernstruktur und haben keine wesentliche unmittelbare wirtschaftliche Auswirkung.

Zum 30. April 2016 hat die GfK Gruppe die Veräußerung des Marktforschungsgeschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit abgeschlossen, was den Verkauf der Gesellschaften GfK Kynetec Group Limited, St Peter Port, Guernsey, Großbritannien, GfK Kynetec Limited, London, Großbritannien, und GfK Kynetec France SAS, Saint-Aubin, Frankreich, (Share Deals) sowie einige Asset Deals eingeschlossen hat. Das veräußerte Geschäft war dem Sektor Consumer Choices zugeordnet. Die genannten Gesellschaften wurden zum 30. April 2016 entkonsolidiert. Dabei entstand ein Ertrag in Höhe von 5.092 TEUR, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Zum 31. Dezember 2015 waren im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Bereichs Pflanzenschutz und Tiergesundheit langfristige Vermögenswerte in Höhe von 24.462 TEUR, kurzfriste Vermögenswerte in Höhe von 11.267 TEUR und Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 523 TEUR in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert worden. Die zur Veräußerung bestimmten Schulden betrugen 7.034 TEUR.

Am 3. Oktober 2016 wurden alle Anteile an der Genius Digital Ltd, London, Großbritannien, im Rahmen eines Management Buy-outs verkauft. Die Gesellschaft, die im Sektor Consumer Choices tätig war, wurde auf diesen Termin entkonsolidiert. Dabei entstand ein Aufwand in Höhe von 4.351 TEUR, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird.

Im Rahmen dieser Veräußerungsvorgänge wurden folgende Vermögenswerte und Schulden übertragen:

Verkauf Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit Verkauf Genius Digital Ltd Summe
Langfristige Vermögenswerte 21.744 1.703 23.447
Kurzfristige Vermögenswerte 8.341 3.400 11.741
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.169 0 2.169
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 8.798 790 9.588
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 3.454 113 3.567

 

Der erzielte Kaufpreis betrug 20.235 TEUR. Er wurde vollständig durch Zahlungsmittel geleistet.

Alle Anteile an der NOP Global Limited, London, Großbritannien, wurden zum 3. Juni 2016 verkauft; die Gesellschaft wurde daher zu diesem Datum entkonsolidiert. Dabei wurden keine Vermögenswerte und Schulden übertragen. 

Die am 19. Januar 2016 liquidierte Gesellschaft NOP World Limited, London, Großbritannien, wurde rückwirkend zum 1. Januar 2016 entkonsolidiert. Am 24. September 2016 wurden die GfK Blue Moon Research and Planning Pty. Limited und die GfK Blue Moon Quantitative Research Pty. Limited, beide in St Leonards, Australien, liquidiert und daher entkonsolidiert. Die IFR Monitoring USA Inc., Niagara Falls, New York, USA, wurde zum 31. Dezember 2016 liquidiert und gleichzeitig entkonsolidiert. 

Darüber hinaus wurde die GfK Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg, zum 1. Januar 2016 entkonsolidiert, da sie für die Lage des Konzerns nicht wesentlich ist.

4.2 Gesellschaften von Untergeordneter Bedeutung     

Im Berichtsjahr bezog die GfK Gruppe 26 (2015: 29) Gesellschaften aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss ein.

Insgesamt sind jeweils der externe Umsatz, das Jahresergebnis, die Bilanzsumme und die Cashflows dieser Gesellschaften im Vergleich zu den entsprechenden Werten des Konzernabschlusses wie im Vorjahr von untergeordneter Bedeutung. 

4.3 Assoziierte Unternehmen     

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sind Anteile an sieben (2015: zehn) assoziierten Unternehmen bilanziert, darunter kein inländisches (2015: ein inländisches). 

Die Beteiligung an der YouEye Inc., Mountain View, Kalifornien, USA, wurde am 22. Februar 2016 verkauft.

Die Beteiligung an der USEEDS GmbH, Berlin, wurde am 9. März 2016 verkauft.

Die Beteiligung an der St. Mamet Saisie Informatique (SMSI) S.A.R.L., Saint Mamet la Salvetat, Frankreich, wurde am 5. Juli 2016 verkauft. 

4.4 Sonstige Beteiligungen     

Die Anzahl der sonstigen Beteiligungen sank von vier auf drei durch den Verkauf der Beteiligung an der Qosmos SA, Amiens, Frankreich. Daraus entstand ein Ertrag in Höhe von 5.813 TEUR, der im sonstigen Beteiligungsergebnis ausgewiesen wird.

5. Umsatzerlöse     

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach ihrer Art aufgliedern:

2015 2016
Umsatzerlöse mit Dritten 1.537.528 1.479.344
Umsatzerlöse mit Gruppenunternehmen 3.206 2.077
Umsatzerlöse mit nahestehenden Personen und Gruppen 2.692 2.393
Umsatzerlöse 1.543.426 1.483.814

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sektoren und nach Regionen wird in der Segmentberichterstattung in Kapitel 34 dargestellt.

 

6. Umsatzkosten     

Die Aufgliederung der Umsatzkosten ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

2015 2016
Personalkosten 537.941 529.773
Sonstige Umsatzkosten 461.125 438.635
Abschreibungen und Wertminderungen 39.498 64.764
Umsatzkosten von Gruppenunternehmen 6.252 4.635
Umsatzkosten (vor Forschungs- und Entwicklungskosten) 1.044.816 1.037.807
Forschungs- und Entwicklungskosten 17.118 21.287
Umsatzkosten (inkl. Forschungs- und Entwicklungskosten) 1.061.934 1.059.094

Die sonstigen Umsatzkosten beinhalten ganz überwiegend bezogene Leistungen.

 

7. Vertriebs- und Allgemeine Verwaltungskosten     

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2016
Personalkosten 198.889 193.770
Sonstige Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 81.219 73.354
Abschreibungen und Wertminderungen 22.118 29.328
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten von Gruppenunternehmen 3 20
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 302.229 296.472

Die Abschreibungen und Wertminderungen enthalten neben den Abschreibungen und Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen auch Wertberichtigungen auf operative Forderungen.

Die sonstigen Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich überwiegend aus Mietaufwand, Kosten für Beratung und andere externe Dienstleistungen, Reisekosten, Kosten der Telekommunikation, Datenübertragung und -verarbeitung sowie Wartungsaufwand zusammen.

 

8. Sonstige Betriebliche Erträge     

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die in der folgenden Tabelle aufgeführten Positionen.

2015 2016
Ertrag aus der Entkonsolidierung 0 5.092
Währungsgewinne 2.306 4.528
Wertaufholungen 0 783
Übrige 17.507 5.982
Sonstige betriebliche Erträge 19.813 16.385

Die Währungsgewinne beinhalten hauptsächlich Gewinne aus Fremdwährungsgeschäften in US-Dollar und britischen Pfund sowie japanischen Yen.

Der Ertrag aus der Entkonsolidierung entstand aus dem Verkauf des Marktforschungsgeschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten den Gewinn aus dem Verkauf des Print Centers in der Schweiz und der Beteiligung an der USEEDS GmbH, Berlin, in Höhe von insgesamt 1.252 TEUR. Darüber hinaus umfasst diese Position überwiegend Erträge aus der Vermietung von Immobilien und aus Weiterverrechnungen. Im Vorjahr war darin ein Ertrag aus der Auflösung der Überkreuzbeteiligung mit The NPD Group, Inc., USA, enthalten. 

 

9. Sonstige Betriebliche Aufwendungen     

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die in der folgenden Tabelle aufgeführten Positionen, die nicht den Funktionskosten zuordenbar sind.

2015 2016
Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte 39.418 136.942
Personalkosten 14.504 21.050
Aufwand aus der Entkonsolidierung 0 4.351
Währungsverluste 4.545 4.187
Abschreibungen und sonstige Wertminderungen 24.376 3.541
Übrige 12.082 29.794
Sonstige betriebliche Aufwendungen 94.925 199.865

Die Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 136.942 TEUR (2015: 39.418 TEUR) ergab sich infolge einer Neueinschätzung der Wachstumsaussichten im Sektor Consumer Experiences.

Die Personalkosten betreffen vorwiegend Abfindungen im Zusammenhang mit Stellen, die aufgrund einer Neustrukturierung als Folge der neuen strategischen Ausrichtung der betreffenden Bereiche nicht wieder besetzt wurden (14.371 TEUR; 2015: 13.897 TEUR).

Die Währungsverluste enthalten hauptsächlich Verluste aus Fremdwährungstransaktionen von Gesellschaften mit dem Euro als funktionaler Währung in US-Dollar, japanischen Yen, britischen Pfund und Singapur-Dollar sowie aus Fremdwährungsgeschäften von Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in Euro, US-Dollar und britischen Pfund.

Die Abschreibungen und sonstigen Wertminderungen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Media-Measurement-Geschäft in Höhe von 2.448 TEUR (2015: 0 TEUR). Im Vorjahr resultierten Sonderabschreibungen in Höhe von 20.034 TEUR aus der Aufgabe von Produktneuentwicklungen sowie von einzelnen Modulen einer Analyse-und Produktionsplattform.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind weitere 11.114 TEUR (2015: 0 TEUR) für Beratungskosten und die Risikovorsorge für das Media-Measurement-Geschäft enthalten. Des Weiteren werden Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anteilseignerstruktur in Höhe von 6.225 TEUR (2015: 0 TEUR) hier ausgewiesen. Darüber hinaus umfassen die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kosten, die mit Mietverträgen bzw. Umzügen zusammenhängen (3.848 TEUR; 2015: 4.447 TEUR), sowie Aufwendungen aus Unternehmenskäufen, -verkäufen und Übernahmetransaktionen (3.943 TEUR; 2015: 3.164 TEUR). Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den im Jahr 2012 aufgetretenen Unregelmäßigkeiten bei der GfK Arastirma Hizmetleri A.S., Istanbul, Türkei, in Höhe von 17 TEUR (2015: 1.349 TEUR) spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. 

10. Personalaufwendungen

Die Aufwandsposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten die in nachstehender Tabelle dargestellten Personalaufwendungen.

2015 2016
Löhne und Gehälter 646.255 638.189
Sozialabgaben 96.112 99.708
Aufwand für Altersversorgung 23.487 24.743
Personalaufwendungen 765.854 762.640

11. Angepasstes Operatives Ergebnis     

Das angepasste operative Ergebnis ist die interne Steuerungsgröße der GfK Gruppe, die im Konzernlagebericht ausführlich erläutert wird. Es wird wie folgt ermittelt:

2015 2016
Operatives Ergebnis 104.151 – 55.232
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 39.418 136.942
Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation 4.314 16.536
Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen – 8.655 4.667
Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten 22.772 22.096
Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung 1.896 7.358
Ergebnis aus der Währungsumrechnung 2.240 – 341
Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Compliance-Fällen und nicht fortgeführten Projekten 22.924 16.851
Sonstige hervorgehobene Posten – 1.481 6.416
Angepasstes operatives Ergebnis 187.579 155.293

11.1 Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation     

Die Zusammensetzung der Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation sowie ihre Verteilung auf die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

2015 2016
Abschreibungen
Umsatzkosten 1.171 1.233
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 3.731 3.888
Wertminderungen
Umsatzkosten 919 5.570
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten 1.208 6.590
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.288 271
Wertaufholungen
Umsatzkosten – 3.131 – 238
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten – 872 0
Sonstige betriebliche Erträge 0 – 778
Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation 4.314 16.536

Weitere Erläuterungen hierzu können Kapitel 16.6, „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte“, entnommen werden.

11.2 Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten     

Die Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Abfindungen im Rahmen von Reorganisationsprojekten in Höhe von 14.371 TEUR (2015: 13.897 TEUR). Darüber hinaus werden hier Aufwendungen in Höhe von 2.644 TEUR (2015: 3.397 TEUR) für das weltweite Standardisierungsprojekt REACH ausgewiesen. 

11.3 Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung     

Seit dem Geschäftsjahr 2010 gilt für die Mitglieder des Vorstands der GfK SE und seit dem Geschäftsjahr 2012 für ausgewählte Führungskräfte der GfK Gruppe ein Long-Term-Incentive-Programm, das in Kapitel 3.17, „Long-Term-Incentive-Programme für Mitarbeiter und Führungskräfte der GfK Gruppe“, näher beschrieben wird. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Stückzahl, die Laufzeit und den Wert der im Rahmen dieses Long-Term-Incentive-Programms gewährten virtuellen Aktien.

Tranche 2 3 4 5 6 7
Jahr der Gewährung 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Jahr der Auszahlung 2015 2016 2017 2018 20191) 20201)
Anzahl gewährter virtueller Aktien (Stück) 4.658 27.074 45.516 43.751 118.383 128.585
Zeitwert einer virtuellen Aktie bei Gewährung in Euro 34,64 30,70 37,08 41,61 33,66 33,82
Zeitwert einer virtuellen Aktie in Euro 43,39 43,39 43,39 43,39 43,39 43,39

1) Für die Hälfte der an den Vorstand gewährten virtuellen Aktien erfolgt die Auszahlung zwei Jahre später.

Für das Programm sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen in Höhe von 7.358 TEUR (2015: 1.896 TEUR) angefallen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert überwiegend aus dem Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds und aus dem Anstieg des Aktienkurses der GfK-Aktie aufgrund des öffentlichen Übernahmeangebots durch Acceleratio Capital N.V., Amsterdam, Niederlande. Nähere Informationen hierzu finden sich in Kapitel 36, „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“, in diesem Konzernanhang. 

11.4 Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Compliance-Fällen und nicht fortgeführten Projekten     

Der hervorgehobene Posten „Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Compliance-Fällen und nicht fortgeführten Projekten“ wurde aus Gründen der Klarheit im Berichtsjahr eingeführt. Die darin enthaltenen Sachverhalte haben zusammen mit den nachfolgend beschriebenen „sonstigen hervorgehobenen Posten“ bisher den Posten „Erträge und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhnlichen Sachverhalten“ gebildet. Durch die neue Gliederung wurde lediglich eine Konkretisierung der Ableitung des angepassten operativen Ergebnisses vorgenommen, nicht aber eine Veränderung dieser Kennzahl selbst.

Der Posten beinhaltet die Risikovorsorge für das Media-Measurement-Geschäft in Höhe von 13.562 TEUR (2015: 0 TEUR). Im Vorjahr waren darin die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einstellung der netzwerkbasierten Entwicklungstätigkeiten im Bereich Mobile Insight/Location Insight sowie zweier Module der digitalen Analyse- und Produktionsplattform CPIMS/NEO in Höhe von 20.034 TEUR enthalten; im Berichtsjahr fielen hierfür lediglich 190 TEUR an. 

Für Arbeitsgerichtsprozesse und daraus resultierende Sozialversicherungsrisiken sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen in Höhe von 2.122 TEUR (2015: 226 TEUR) angefallen.

Die aus den Unregelmäßigkeiten bei der GfK Arastirma ­Hizmetleri A.S., Istanbul, Türkei, resultierenden Aufwendungen beliefen sich für das Jahr 2016 auf 17 TEUR (2015: 1.349 TEUR).

11.5 Sonstige hervorgehobene Posten     

In den sonstigen hervorgehobenen Posten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anteilseignerstruktur in Höhe von 6.225 TEUR (2015: 0 TEUR) enthalten.

Durch den Verkauf einer Immobilie der GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz, fielen im Jahr 2015 Erträge von insgesamt 1.102 TEUR (2016: 0 TEUR) an.

12. Sonstige Finanzerträge     

Die sonstigen Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2016
Zinsen und ähnliche Erträge von Banken 897 659
Sonstige Zinserträge 1.277 1.053
Zinserträge 2.174 1.712
Währungskursbedingte Finanzerträge 24.275 22.998
Übrige sonstige Finanzerträge 3.718 50
Sonstige Finanzerträge 30.167 24.760

Die währungskursbedingten Finanzerträge beinhalten hauptsächlich Währungsgewinne aus Finanzanlagen, Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten, Bankguthaben in Fremdwährung sowie Erträge aus Währungssicherungsgeschäften. Diese Beträge und ihre Entwicklung sind im Zusammenhang mit den korrespondierenden Währungsverlusten in den sonstigen Finanzaufwendungen zu sehen.

Aus der ergebniswirksamen Bewertungsanpassung von Kaufpreisverpflichtungen für den Erwerb von Beteiligungen beziehungsweise Vermögenswerten (Put-Optionen oder Obligationen), die in den übrigen sonstigen Finanzerträgen enthalten ist, fielen lediglich 50 TEUR an (2015: 3.681 TEUR).

13. Sonstige Finanzaufwendungen     

Die sonstigen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2016
Zinsen und ähnliche Aufwendungen an Banken 5.272 7.445
Sonstige Zinsaufwendungen 13.456 6.684
Zinsaufwendungen 18.728 14.129
Währungskursbedingte Finanzaufwendungen 26.678 21.875
Übrige sonstige Finanzaufwendungen 3.026 1.435
Sonstige Finanzaufwendungen 48.432 37.439

Die Festzinsanleihe über 186 Millionen Euro, die am 1. April 2011 begeben und mit einem Kupon in Höhe von 5 Prozent ausgestattet worden war, wurde am 14. April 2016 zurückbezahlt. Die bis zum 14. April 2016 angefallenen Zinsaufwendungen in Höhe von 2.226 TEUR (2015: 10.100 TEUR) sind in den sonstigen Zinsaufwendungen enthalten. Darüber hinaus werden in den sonstigen Zinsaufwendungen 1.090 TEUR (2015: 1.120 TEUR) Zinsaufwendungen für zukünftige Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb von Beteiligungen ausgewiesen.

In den währungskursbedingten Finanzaufwendungen sind im Wesentlichen Währungsverluste aus Finanzanlagen, Finanzforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus in Fremdwährung geführten Bankkonten und Aufwendungen aus Währungssicherungsgeschäften enthalten. Diese Beträge und ihre Entwicklung sind im Zusammenhang mit den korrespondierenden Währungsgewinnen in den sonstigen Finanzerträgen zu sehen.

Weitere Informationen zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente können Kapitel 29, „Finanzinstrumente“, und Kapitel 30, „Risikomanagement von Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken“, entnommen werden. 

14. Steuern auf das Ergebnis aus Laufender Geschäftstätigkeit     

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2016
Tatsächlicher Steueraufwand 42.320 49.686
Latenter Steueraufwand 4.843 24.021
Steueraufwand 47.163 73.707

Der tatsächliche Steueraufwand enthält neben den Ertragsteuern für das laufende Jahr in Höhe von 44.314 TEUR (2015: 44.760 TEUR) Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 6.988 TEUR (2015: Steuerertrag 1.139 TEUR) sowie Steuererträge aus der Geltendmachung von Verlustvorträgen in Vorjahren in Höhe von 1.616 TEUR (2015: 1.301 TEUR). 

Der latente Steueraufwand resultiert in Höhe von 7.357 TEUR (2015: 6.356 TEUR) aus der Veränderung von Verlustvorträgen aus laufenden steuerlichen Ergebnissen. Im Berichtsjahr wirkten sich zudem latente Steueraufwendungen aus der Anpassung aktiver latenter Steuern aus Vorjahren in Höhe von 8.588 TEUR (2015: 156 TEUR) sowie aus der Reduktion aktiver latenter Steuern auf Zinsvorträge aufgrund der Neueinschätzung ihrer Werthaltigkeit in Höhe von 8.696 TEUR (2015: 0 TEUR) aus.

Der Steuersatz der GfK SE und ihrer Organgesellschaften setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent auf die festgesetzte Körperschaftsteuer sowie einem effektiven Gewerbesteuersatz von 15,645 Prozent zusammen. Daraus ergab sich zum 31. Dezember 2016 unverändert ein Gesamtsteuersatz in Höhe von 31,47 Prozent. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der laufenden und latenten Steuern die jeweils länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Überleitung vom erwarteten Ertragsteueraufwand unter Zugrundelegung des Gesamtsteuersatzes der GfK SE auf den im Konzern ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:

2015 2016
Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit 87.892 – 62.752
Gesamtsteuersatz der GfK SE 31,47 % 31,47 %
Erwarteter Steueraufwand 27.659 – 19.746
Steuersatzunterschiede 1.019 – 916
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 12.405 43.096
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 8.228 15.263
Steuerfreie Erträge – 4.429 – 8.965
Anpassung der latenten Steuer aufgrund von Steuersatzänderungen – 1.435 – 873
Veränderung der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern – 693 25.956
Ertragsteuern aus Vorjahren – 976 13.960
Quellensteuern und sonstige ausländische Steuern 2.568 4.942
Sonstiges 2.817 990
Ausgewiesener Steueraufwand 47.163 73.707

Die latenten Steuern sind in der Konzernbilanz wie folgt ausgewiesen:

31.12.2015 31.12.2016
Aktive latente Steuern 43.578 30.102
Passive latente Steuern – 86.373 – 96.817
Nettobetrag der passiven latenten Steuern – 42.795 – 66.715

Die Veränderung des Nettobetrages der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

2015 2016
Saldo der passiven latenten Steuern zum 1. Januar – 34.149 – 42.795
Veränderung Konsolidierungskreis – 469 238
Umgliederung latenter Steuern auf die Position zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden – 115 0
Latente Steueraufwendungen (–)/-erträge (+) erfolgswirksam – 4.843 – 24.021
Veränderung erfolgsneutral erfasster latenter Steuern aufgrund der Neubewertungen der leistungsorientierten Pensionszusagen 58 1.718
Veränderung erfolgsneutral erfasster latenter Steuern aus sonstigen Sachverhalten 2.024 – 190
Wechselkurseffekte und sonstige Änderungen – 5.301 – 1.665
Saldo der passiven latenten Steuern zum 31. Dezember – 42.795 – 66.715

Die angesetzten aktiven und passiven latenten Steuern setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2016
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Geschäfts- oder Firmenwerte 508 – 46.032 272 – 54.818
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.236 – 75.628 791 – 73.532
Sachanlagen 1.852 – 2.190 687 – 1.482
Finanzielle Vermögenswerte 1.512 – 7.206 1.989 – 885
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.582 – 12.673 4.165 – 17.133
Langfristiges Fremdkapital 14.535 – 448 17.718 – 1.103
Kurzfristiges Fremdkapital 25.115 – 1.338 25.255 – 1.451
Summe temporäre Differenzen 46.340 – 145.515 50.877 – 150.404
Verlustvorträge 43.031 30.490
Zinsvorträge 12.032 0
Steuervergünstigungen 1.317 2.322
Latente Steuer (vor Saldierung) 102.720 – 145.515 83.689 – 150.404
Saldierung – 59.142 59.142 – 53.587 53.587
Latente Steuer gemäß Bilanz 43.578 – 86.373 30.102 – 96.817
Netto-Betrag der passiven latenten Steuern – 42.795 – 66.715

Zum Abschlussstichtag hat der Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 207.881 TEUR (31. Dezember 2015: 201.542 TEUR) und Verlustvorträge für sonstige Ertragsteuern auf lokaler Ebene von 26.644 TEUR (31. Dezember 2015: 56.000 TEUR). Bei Gesellschaften, die latente Steueransprüche für steuerliche Verlustvorträge angesetzt haben und die sich im Berichtsjahr oder im Vorjahr in einer Verlustsituation befunden haben, wurden aktive latente Steuerüberhänge in Höhe von 5.330 TEUR (31. Dezember 2015 (angepasst): 6.479 TEUR) angesetzt, da eine hinreichende Gewinnerwartung für die Zukunft besteht. 

Zur Beurteilung dieser Gewinnerwartung hat der Vorstand vergangene Ertragssituationen wie auch prognostizierte zukünftige Ergebnissituationen, errechnet auf der Grundlage von genehmigten Geschäftsplänen, herangezogen. Darüber hinaus flossen auch Informationen über noch nicht genutzte steuerliche Verluste aus Vorjahren sowie weitere maßgebliche Überlegungen in die Werthaltigkeitsprüfung ein.

Bei den Verlustvorträgen, für die aktive latente Steuern nicht angesetzt wurden, stellen sich die Verfallsdaten wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2016
Verfall innerhalb der nächsten 5 Jahre 15.942 32.542
Verfall innerhalb von 5 bis 10 Jahren 11.055 2.337
Verfall in mehr als 10 Jahren 344 330
Unbegrenzte Nutzbarkeit 29.069 69.356
Verlustvorträge Körperschaftsteuer 56.410 104.565

2014 2015
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Währungsumrechnung 0 1.891
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Net Investment Hedges 284 117
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsplänen 3.314 58
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Cashflow Hedges 67 12
Steuern in den sonstigen Rücklagen aus Wertpapieren -3 4
In das sonstige Ergebnis gebuchte Steuern 3.662 2.082

31.12.2015 31.12.2016
Begrenzte Nutzbarkeit 27.252 114
Unbegrenzte Nutzbarkeit 1.647 6.264
Verlustvorträge lokale Steuern 28.899 6.378

Neben den oben genannten nicht angesetzten Verlustvorträgen wurden im Konzern aktive latente Steuern für temporäre Differenzen in Höhe von 20.964 TEUR (31. Dezember 2015: 11.481 TEUR) und Zinsvorträge in Höhe von 36.374 TEUR (31. Dezember 2015: 0 TEUR) bzw. Steuerguthaben in Höhe von 440 TEUR (31. Dezember 2015: 390 TEUR) nicht angesetzt.

Die GfK Gruppe setzt latente Steuern für einbehaltene Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften an, soweit diese Gewinne ausschüttungsfähig sind und in absehbarer Zukunft ausgeschüttet werden sollen. Auf diesbezügliche temporäre Differenzen in Höhe von 27.661 TEUR (2015: 17.780 TEUR) wurden mangels Ausschüttungsabsicht keine latenten Steuerverbindlichkeiten abgegrenzt. Auf diesbezügliche temporäre Differenzen in Höhe von 27.661 TEUR (2015: 17.780 TEUR) wurden mangels Ausschüttungsabsicht keine latenten Steuerverbindlichkeiten abgegrenzt.

Ausschüttungen an Anteilseigner der GfK SE führen nicht zu ertragsteuerlichen Konsequenzen auf Ebene der GfK SE.

15. Ergebnis je Aktie     

Das Ergebnis je Aktie wird wie folgt hergeleitet:

2015 2016
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnendes Konzernergebnis 36.773 – 140.555
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien (Stück) – nicht verwässert – 36.503.896 36.503.896
Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien (Stück) – verwässert – 36.503.896 36.503.896
Ergebnis je Aktie in Euro 1,01 – 3,85
Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro 1,01 – 3,85

Es bestehen keine Sachverhalte, aus denen sich ein Verwässerungseffekt ergeben kann. 

 

16. Immaterielle Vermögenswerte     

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte wird in nachfolgender Tabelle gezeigt.

Geschäfts- oder Firmenwerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Übrige immaterielle Vermögenswerte Summe immaterielle Vermögenswerte
anschaffungs- und herstellungskosten
Stand am 1. Januar 2015 995.386 220.248 469.508 1.685.142
Wechselkursänderungen 58.692 – 1.626 31.075 88.141
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 4.437 398 3.525 8.360
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Zugänge 0 59.696 8.856 68.552
Abgänge – 1.433 – 2.143 – 8.437 – 12.013
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte – 6.907 – 7.799 – 31.981 – 46.687
Umbuchungen 0 458 – 279 179
Stand am 31. Dezember 2015 1.050.175 269.232 472.267 1.791.674
Stand am 1. Januar 2016 1.050.175 269.232 472.267 1.791.674
Wechselkursänderungen – 25.197 4.526 4.407 – 16.264
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 27.987 10.747 12.354 51.088
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 – 791 – 2.880 – 3.671
Zugänge 597 47.804 5.399 53.800
Abgänge 0 – 876 – 2.253 – 3.129
Umbuchungen 0 – 522 206 – 316
Stand am 31. Dezember 2016 1.053.562 330.120 489.500 1.873.182
kumulierte abschreibungen
Stand am 1. Januar 2015 222.677 83.309 339.728 645.714
Wechselkursänderungen 14.173 848 20.885 35.906
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 122 1.535 1.657
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Zugänge 0 20.827 16.280 37.107
Abgänge – 96 – 2.013 – 8.517 – 10.626
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 – 1.990 – 22.694 – 24.684
Wertminderungen 39.418 20.337 4.889 64.644
Wertaufholungen 0 0 – 4.003 – 4.003
Umbuchungen 0 220 – 54 166
Stand am 31. Dezember 2015 276.172 121.660 348.049 745.881
Stand am 1. Januar 2016 276.172 121.660 348.049 745.881
Wechselkursänderungen – 2.273 1.303 2.901 1.931
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 4.844 188 5.032
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 – 410 – 3.027 – 3.437
Zugänge 0 30.155 13.117 43.272
Abgänge 0 – 881 – 2.149 – 3.030
Wertminderungen 136.942 9.473 14.028 160.443
Wertaufholungen 0 – 5 – 1.017 – 1.022
Umbuchungen 0 – 44 49 5
Stand am 31. Dezember 2016 410.841 166.095 372.139 949.075
buchwerte
Stand am 1. Januar 2015 772.709 136.939 129.780 1.039.428
Stand am 31. Dezember 2015 774.003 147.572 124.218 1.045.793
Stand am 1. Januar 2016 774.003 147.572 124.218 1.045.793
Stand am 31. Dezember 2016 642.721 164.025 117.361 924.107

Die Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen bei den Geschäfts- oder Firmenwerten resultieren aus Investitionen und Desinvestitionen in Unternehmen im Berichtsjahr. Nähere Informationen hierzu können Kapitel 4, „Konsolidierungskreis und wesentliche Akquisitionen“, entnommen werden.

16.1 Geschäfts- Oder Firmenwerte     

Zum Jahresbeginn 2016 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 774.003 TEUR (2015: 772.709 TEUR); zum Jahresende lag der Buchwert bei 642.721 TEUR. Vom Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte um 131.282 TEUR (2015: Anstieg um 1.294 TEUR) entfallen 22.924 TEUR
(2015: – 44.519 TEUR) auf währungskursbedingte Veränderungen und 136.942 TEUR (2015: 39.418 TEUR) auf Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte im Sektor Consumer Experiences. Diesen stehen Zugänge von 597 TEUR (2015: Abgänge von 1.337 TEUR) aus der Neubewertung von Kaufpreisverpflichtungen für Anteilserwerbe entgegen. Aus Investitionen und Desinvestitionen in Unternehmen resultieren Zugänge in Höhe von 27.987 TEUR (2015: Abgänge von 2.470 TEUR). 

Die bilanzielle Verringerung der Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund der Wertminderung zu Mittelkursen am Bilanzstichtag beträgt 136.959 TEUR (2015: 39.820 TEUR).

16.2 Selbst Erstellte Immaterielle Vermögenswerte     

Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Software 95.482 0 95.482
Aktivierte Panelaufbaukosten 18.368 31.116 49.484
Sonstige 2.606 0 2.606
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 116.456 31.116 147.572

31.12.2016 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Software 102.809 0 102.809
Aktivierte Panelaufbaukosten 19.082 39.144 58.226
Sonstige 2.990 0 2.990
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 124.881 39.144 164.025

Aktivierte Panelaufbaukosten haben nur dann eine begrenzte Nutzungsdauer, wenn das Panel für einen speziellen, begrenzt laufenden Kundenauftrag erstellt wurde. Ansonsten haben aktivierte Panelaufbaukosten eine unbestimmte Nutzungsdauer.

16.3 Übrige Immaterielle Vermögenswerte     

Die Zusammensetzung der übrigen immateriellen Vermögenswerte ist in den nachstehenden Tabellen dargestellt.

31.12.2015 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Erworbene Panels 409 64.676 65.085
Kundenstämme 24.547 0 24.547
Marken 0 17.357 17.357
Software 13.590 0 13.590
Studien 0 0 0
Sonstige 3.639 0 3.639
Übrige immaterielle Vermögenswerte 42.185 82.033 124.218

31.12.2016 Mit begrenzter Nutzungsdauer Mit unbestimmter Nutzungsdauer Gesamt
Erworbene Panels 205 64.351 64.556
Kundenstämme 19.404 0 19.404
Marken 986 17.898 18.884
Software 10.990 0 10.990
Sonstige 3.527 0 3.527
Übrige immaterielle Vermögenswerte 35.112 82.249 117.361

16.4 Immaterielle Vermögenswerte mit Unbestimmter Nutzungsdauer     

Die Verteilung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich. Darin werden die Geschäfts- oder Firmenwerte derjenigen Zahlungsmittel generierenden Einheiten gesondert dargestellt, deren Geschäfts- oder Firmenwerte mehr als 5 Prozent der gesamten Geschäfts- oder Firmenwerte der GfK Gruppe betragen.

31.12.2015 31.12.2016
Consumer Experiences 402.079 269.130
davon
Nordeuropa 228.940 165.281
Nordamerika 78.477 53.302
Zentral Osteuropa/META 41.690 41.969
Sonstige 52.972 8.578
Consumer Choices 371.924 373.591
davon
Nordeuropa 151.291 150.820
Nordamerika 99.560 101.093
Süd- und Westeuropa 58.690 58.255
Asien und Pazifik 34.646 34.291
Sonstige 27.737 29.132
Geschäfts- oder Firmenwerte 774.003 642.721

Die Wertminderung infolge des Impairment-Tests betrug 136.942 TEUR (2015: 39.418 TEUR). Der Rückgang der Geschäfts- und Firmenwerte um 131.282 TEUR (2015: 1.294 TEUR) resultiert fast ausschließlich aus der im aktuellen Geschäftsjahr vorgenommenen Wertminderung. Diese betraf alle Regionen des Sektors Consumer Experiences mit Ausnahme von Zentral Osteuropa/META.

Die Zuordnung der aktivierten Panelaufbaukosten für selbst erstellte Panels mit unbestimmter Nutzungsdauer zu den Sektoren wird in der nachstehenden Tabelle dargestellt. 

31.12.2015 31.12.2016
Consumer Experiences 19.595 22.294
Consumer Choices 11.521 16.850
Aktivierte Panelaufbaukosten mit unbestimmter Nutzungsdauer 31.116 39.144

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr im Sektor Consumer Choices resultiert unter anderem aus der Erweiterung eines Health-Panels in Deutschland und dem Ausbau eines Konsumgüter-Panels in den USA. Der Anstieg im Sektor Consumer Experiences ist auf den Zugang von Panels bei der neu gekauften Netquest Gruppe zurückzuführen, mit denen die Position in Lateinamerika, Spanien und Portugal gestärkt werden soll.

Die Zuordnung der erworbenen Panels mit unbestimmter Nutzungsdauer zu den Sektoren kann der folgenden Tabelle entnommen werden. Insgesamt ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen.

31.12.2015 31.12.2016
Consumer Experiences 45.261 44.512
Consumer Choices 19.415 19.839
Erworbene Panels mit unbestimmter Nutzungsdauer 64.676 64.351

Die Marken, die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziert und aktiviert wurden, haben in der Regel eine unbestimmte Nutzungsdauer. Es handelt sich um etablierte Marken mit einem hohen Bekanntheitsgrad.

Die Zuordnung der Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer zu den Sektoren wird in der anschließenden Tabelle dargestellt. 

31.12.2015 31.12.2016
Consumer Experiences 2.575 2.631
Consumer Choices 14.782 15.267
Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer 17.357 17.898

16.5 Immaterielle Vermögenswerte von Wesentlicher Bedeutung     

Immaterielle Vermögenswerte von wesentlicher Bedeutung sind in der GfK Gruppe diejenigen immateriellen Vermögenswerte, deren Buchwert einzeln betrachtet jeweils mehr als 5 Millionen Euro beträgt. Die Gesamtwerte dieser immateriellen Vermögenswerte von wesentlicher Bedeutung, die eine Teilmenge der gesamten immateriellen Vermögenswerte darstellen, sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich.

31.12.2015 31.12.2016
Geschäfts- oder Firmenwerte 774.003 642.721
Panels 63.711 68.050
Software 41.420 54.315
Marken 14.782 15.267

In der Software ist hauptsächlich das selbst erstellte Analyse- und Produktionssystem „StarTrack“ des Sektors Consumer Choices enthalten, das laufend an die aktuellen Kundenbedürfnisse angepasst wird. Das Analyse- und Produktionssystem hat in seinen einzelnen Komponenten eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. Daneben ist hier die Software „Drive“ enthalten. Dabei handelt es sich um ein neues End-to-End-System des Sektors Consumer Experiences.

Im Bereich Panels resultiert der Anstieg hauptsächlich aus dem Zugang eines hochwertigen, ISO-zertifizierten Panels in Verbindung mit dem Erwerb der Netquest Gruppe.

Die Kategorie Marken betrifft eine Marke aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der ehemaligen NOP World. 

16.6 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf Immaterielle Vermögenswerte     

Die Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den nachfolgend aufgeführten Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

2015 Abschreibungen Wertminderungen Wertaufholungen Gesamt
Umsatzkosten – 25.484 – 919 3.131 – 23.272
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten – 11.623 – 1.216 872 – 11.967
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 – 62.509 0 – 62.509
Gesamt – 37.107 – 64.644 4.003 – 97.748

2016 Abschreibungen Wertminderungen Wertaufholungen Gesamt
Umsatzkosten – 33.562 – 13.400 239 – 46.723
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten – 9.710 – 7.733 0 – 17.443
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 – 139.310 783 – 138.527
Gesamt – 43.272 – 160.443 1.022 – 202.693

Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der Buchwert der in einem Impairment-Test getesteten Zahlungsmittel generierenden Einheit höher ist als der zukünftig erzielbare Betrag. Dieser errechnet sich als der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten („fair value less cost of disposal“) und dem Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem Betrag, der zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Aufgrund der Beschränkungen bei der Ermittlung des Nutzungswerts übersteigt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in der Regel den Nutzungswert und stellt für die GfK Gruppe somit den erzielbaren Ertrag dar.

Wurde bei einem sonstigen immateriellen Vermögenswert eine Wertminderung vorgenommen, erfolgt eine Wertaufholung, wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag ergibt. Der Buchwert nach Wertaufholung darf jedoch nicht den rechnerischen Buchwert übersteigen, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung in der Vergangenheit nicht vorgenommen worden wäre.

Die Wertminderungen ergeben sich jeweils aus den Impairment-Tests, denen aktualisierte Kapitalmarktdaten sowie Unternehmensplanungen zugrunde gelegt wurden. Der Wertminderungsaufwand, in Euro umgerechnet zu Durchschnittskursen, setzt sich wie folgt zusammen:

2015 2016
Geschäfts- oder Firmenwerte – 39.418 – 136.942
Panels – 1.629 – 10.846
Kundenstämme – 1.208 – 6.590
Software – 21.091 – 5.291
Konzessionen – 10 – 503
Marken – 1.288 – 271
Gesamt – 64.644 – 160.443

Der Wertminderungsaufwand hat im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen. Die Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte erhöhten sich von 39.418 TEUR im Vorjahr auf 136.942 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr.

Bei den Panels haben sich die Wertminderungen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls erhöht und lagen bei insgesamt 10.846 TEUR (2015: 1.629 TEUR), wobei rund die Hälfte der Wertminderung auf die Region Nordamerika entfiel. Auch bei den Kundenstämmen waren Wertminderungen in Höhe von 6.590 TEUR (2015: 1.208 TEUR) zu verzeichnen. Hiervon resultierte mehr als die Hälfte aus den Regionen Nordamerika und Lateinamerika.

Zur Feststellung, ob und inwieweit eine Wertminderung für vorhandene Geschäfts- oder Firmenwerte besteht, wird mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test durchgeführt. Die Budgetannahmen für den zum Halbjahr durchgeführten Impairment-Test für den Geschäfts- oder Firmenwert in der Region Zentral Osteuropa/META erwiesen sich als fehlerhaft. Infolge dessen war dieser Geschäfts- oder Firmenwert unterbewertet. Der Fehler wurde korrigiert, indem der Geschäfts- oder Firmenwert insoweit zum Jahresende ergebniswirksam angepasst wurde.

Insgesamt entfielen die bilanziellen Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte im Sektor Consumer Experiences, in Euro umgerechnet zu Stichtagskursen, auf die folgenden Regionen:

31.12.2015 31.12.2016
Nordeuropa 0 – 39.604
Süd- und Westeuropa – 11.909 – 35.457
Nordamerika 0 – 30.772
Asien und Pazifik 0 – 19.076
Lateinamerika 0 – 12.050
Zentral Osteuropa/META – 27.911 0
Gesamt – 39.820 – 136.959

Der Wertminderungsbedarf ergab sich im Wesentlichen aus angepassten Wachstumsaussichten in den oben genannten Regionen.

Die beizulegenden Zeitwerte abzüglich der Veräußerungskosten der im Berichtsjahr oder im Vorjahr wertgeminderten Zahlungsmittel generierenden Einheiten des Sektors Consumer Experiences können der folgenden Tabelle entnommen werden.

31.12.2015 31.12.2016
Nordeuropa 387.039 198.898
Nordamerika 170.956 99.148
Zentral Osteuropa/META 62.410 59.267
Süd- und Westeuropa 70.039 52.258
Lateinamerika 19.602 11.867
Asien und Pazifik 48.792 6.726
Gesamt 758.838 428.164

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die im Impairment-Test getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und über die in den Impairment-Test eingeflossenen wesentlichen Annahmen. Aus Wesentlichkeitsgründen wurden nur die Zahlungsmittel generierenden Einheiten einzeln aufgeführt, deren Anteil 5 Prozent an den gesamten Geschäfts- oder Firmenwerten der GfK Gruppe übersteigt. Alle anderen Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurden in den nachfolgenden Tabellen jeweils in der Spalte „Sonstige CE“ und „Sonstige CC“ zusammengefasst.

Consumer Experiences (CE) Nordeuropa Nordamerika Süd- und Westeuropa Zentral Osteuropa/ META Sonstige CE
Getestete Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2016 vor Wertminderung 204.885 84.074 43.802 41.969 32.907
Dauer des Detailplanungs­zeitraums 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Durchschnittliches jährliches Wachstum des externen Umsatzes im Detailplanungszeitraum 4 % 5 % 3 % 1 % 3 %
Wachstum pro Jahr nach dem Ende des Detailplanungszeitraums 1,3 % 1,3 % 1,3 % 1,3 % 1,3 %
Diskontierungs­zinssatz zum 31. Dezember 2016 6,5 % 6,8 % 7,2 % 9,1 % 7,8% – 12,4%

Consumer Choices (CC) Nordeuropa Nordamerika Süd- und West­europa Sonstige CC
Getestete Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2016 vor Wertminderung 150.820 101.093 58.255 63.872
Dauer des Detailplanungszeitraums 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Durchschnittliches jährliches Wachstum des externen Umsatzes im Detailplanungszeitraum 5 % 4 % 3 % 5 %
Wachstum pro Jahr nach dem Ende des Detailplanungszeitraums 1,3 % 1,3 % 1,3 % 1,3 %
Diskontierungszinssatz zum 31. Dezember 2016 6,5 % 6,8 % 7,2 % 7,8% – 12,4%

Die Bestimmung der erzielbaren Beträge basiert auf der Prognose der zukünftigen Zahlungsströme. Hierfür wurden vom Vorstand genehmigte Planungen für die nächsten fünf Jahre verwendet. Sie beruhen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, auf den aktuellen Geschäftsergebnissen und auf den Einschätzungen des Vorstands hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds. Diese Planungen wurden nochmals sektorspezifisch und regional validiert. So steht das erwartete durchschnittliche jährliche Wachstum des externen Umsatzes im Einklang mit Erfahrungswerten und den Erwartungen des Managements. Aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung wurde wie im Vorjahr ein Sicherheitsabschlag von 20 Prozent auf die geplanten Cashflows im Sektor Consumer Experiences vorgenommen. 

Die folgende Sensitivitätsanalyse stellt dar, inwieweit ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf entstünde,

› wenn der Diskontierungszinssatz um 1 Prozentpunkt erhöht würde 

› wenn die zukünftigen Zahlungsströme um 10 Prozent reduziert würden

› wenn bereits in den Detailplanungsjahren 2020 und 2021 für Bereiche mit höheren Wachstumsraten nur die Wachstumsrate für die ewige Rente in Höhe von 1,3 Prozent zugrunde gelegt würde 

Alle anderen Parameter bleiben jeweils unverändert. Die folgenden Tabellen geben einen Überblick darüber, welchen zusätzlichen Wertminderungsbedarf jeweils die ausschließliche Veränderung der genannten Parameter für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten des Sektors Consumer Experiences ergeben würde. Die Auswirkungen aus der Berechnung der Sensitivitäten wurden nur bis zu einem minimalen Geschäfts- oder Firmenwert pro Region von null berücksichtigt.

2015 Nordeuropa Süd- und Westeuropa Zentral Osteuropa/ META Nordamerika Lateinamerika Asien und Pazifik Gesamt
Verschlechterung der Diskontierungszinssätze um 1 Prozentpunkt – 10.261 – 6.492 – 16.753
Verminderung der zukünftigen Zahlungsströme um 10 Prozent – 11.693 – 9.358 – 1.261 – 22.312
Ansatz des Wachstums der ewigen Rente für die Jahre 4 und 5 – 316 – 1.976 – 2.292

2016 Nordeuropa Süd- und Westeuropa Zentral Osteuropa/ META Nordamerika Lateinamerika Asien und Pazifik Gesamt
Verschlechterung der Diskontierungszinssätze um 1 Prozentpunkt – 33.014 – 7.358 – 1.209 – 15.751 – 1.110 – 58.442
Verminderung der zukünftigen Zahlungsströme um 10 Prozent – 27.143 – 7.358 – 3.060 – 15.049 – 1.220 – 53.830
Ansatz des Wachstums der ewigen Rente für die Jahre 4 und 5 – 19.049 – 7.810 – 321 – 27.180

Im Sektor Consumer Choices würde keine der dargestellten Parameteränderungen zu einem Wertminderungsbedarf führen.

Die Werthaltigkeit der aktivierten Panelaufbaukosten und der Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer wurde ebenfalls im Rahmen von Impairment-Tests überprüft. 

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zum Bilanzstichtag im Rahmen von Impairment-Tests überprüften wesentlichen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und über die in den jeweiligen Impairment-Test eingeflossenen wesentlichen Annahmen. Neu hinzugekommen ist das Digital Panel, während das im Vorjahr noch enthaltene Physician’s Consulting Network Panel zum Geschäftsjahresende die Wesentlichkeitsgrenze von 5 Millionen Euro unterschritten hat.

US-Marke Access Panel Health Panel Digital Panel
Buchwert 15.267 35.212 11.183 8.525
Basis des erzielbaren Betrags Nutzungs­wert Nutzungs­wert Nutzungs­wert Nutzungs­wert
Dauer des Detail­planungszeitraums 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Sektor Consumer Choices Consumer Experiences Consumer Choices Consumer Experiences
Durchschnittliches jährliches Wachstum des externen Umsatzes im Detailplanungszeitraum 2 % 3 % 51 % 40 %
Wachstum pro Jahr nach dem Ende des Detailplanungszeitraums 1,3 % 1,3 % 1,3 % 1,3 %
Diskontierungszinssatz 6,8 % 6,8 % 6,4 % 8,9 %

17. Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen kann nachfolgender Tabelle entnommen werden.

Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1. Januar 2015 47.044 272.099 319.143
Wechselkursänderungen 2.350 – 1.383 967
Zugänge aus Unternehmens­zusammenschlüssen 0 128 128
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 47 47
Zugänge 0 25.626 25.626
Abgänge – 14.123 – 17.976 – 32.099
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 – 4.470 – 4.470
Umbuchungen – 124 – 55 – 179
Stand am 31. Dezember 2015 35.147 274.016 309.163
Stand am 1. Januar 2016 35.147 274.016 309.163
Wechselkursänderungen 0 2.991 2.991
Zugänge aus Unternehmens­zusammenschlüssen 0 1.506 1.506
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 – 92 – 92
Zugänge 81 17.847 17.928
Abgänge 15 – 16.107 – 16.092
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte – 4.582 – 1.917 – 6.499
Umbuchungen 0 316 316
Stand am 31. Dezember 2016 30.661 278.560 309.221
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. Januar 2015 20.587 182.697 203.284
Wechselkursänderungen 1.167 1.240 2.407
Zugänge aus Unternehmens­zusammenschlüssen 0 51 51
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 23 23
Zugänge 726 25.651 26.377
Abgänge – 7.601 – 17.334 – 24.935
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 229 714 943
Wertminderungen 0 0 0
Wertaufholungen 0 – 4.062 – 4.062
Umbuchungen 0 – 166 – 166
Stand am 31. Dezember 2015 15.108 188.814 203.922
Stand am 1. Januar 2016 15.108 188.814 203.922
Wechselkursänderungen – 2 840 838
Zugänge aus Unternehmens­zusammenschlüssen 0 1.284 1.284
Sonstige Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 29 29
Zugänge 717 28.499 29.216
Abgänge – 21 – 15.571 – 15.592
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte – 2.329 – 1.869 – 4.198
Wertminderungen 30 1.207 1.237
Wertaufholungen 0 0 0
Umbuchungen 0 – 4 – 4
Stand am 31. Dezember 2016 13.503 203.229 216.732
Buchwerte
Stand am 1. Januar 2015 26.457 89.402 115.859
Stand am 31. Dezember 2015 20.039 85.202 105.241
Stand am 1. Januar 2016 20.039 85.202 105.241
Stand am 31. Dezember 2016 17.158 75.331 92.489

17.1 Leasing

Die GfK Gruppe ist Leasingnehmer für Büroräume und Geschäfts­ausstattung im Rahmen von langfristigen Leasingverträgen. Die Leasingraten bestehen in der Regel aus einer Mindestleasingzahlung zuzüglich einer bedingten Leasingzahlung, deren Höhe vom Umfang der Nutzung des Leasinggegenstands abhängig ist. In den Fällen, in denen die GfK Gruppe die Chancen und ­Risiken aus der Nutzung der Leasinggegenstände im Wesentlichen übernimmt, wurden diese aktiviert („Finance Lease“). Ansonsten werden die Leasingraten aufwandswirksam erfasst („Operating Lease“). 

In der GfK Gruppe bestehen keine wesentlichen Finance-­Lease-Verträge.

Operating Lease

Im Rahmen von Operating-Lease-Verträgen wurden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Zahlungen aufwandswirksam erfasst:

2015 2016
Mindestleasingzahlungen 49.744 48.662
Bedingte Leasingzahlungen 110 175
Abzüglich erhaltener Unterleasingzahlungen – 548 – 1.104
Leasingzahlungen 49.306 47.733

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen sind wie folgt fällig:

31.12.2015 31.12.2016
Innerhalb eines Jahres 46.996 43.639
Zwischen einem und fünf Jahren 107.091 130.514
Nach mehr als fünf Jahren 53.098 152.356
Künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating Lease 207.185 326.509

Im Berichtsjahr fielen keine bedingten Leasingraten an, die als Aufwand zu erfassen waren. 

Bei den wesentlichen Operating-Lease-Verträgen der GfK Gruppe handelt es sich um Grundstücks- und Gebäudeleasingverträge, für die zum Teil Mietverlängerungsoptionen bestehen. Sie laufen zu verschiedenen zukünftigen Terminen aus. 

Der Anstieg der künftigen Mindestleasingzahlungen resultiert in Höhe von 126.000 TEUR aus einem 2016 unterzeichneten Mietvertrag über ein Bürogebäude in Nürnberg. Der Bauantrag durch den Vermieter soll bis zum 30. Juni 2017 gestellt werden. Die vertraglich fest vereinbarte Mietzeit beträgt 15 Jahre; darüber hinaus wurden zwei Verlängerungsoptionen über jeweils fünf Jahre vereinbart. Nutzung und Mietbeginn sind frühestens für den 1. Dezember 2019 vorgesehen. 

18. Finanzanlagen     

18.1 Anteile an Assoziierten Unternehmen     

Die Anteile der GfK Gruppe an assoziierten Unternehmen sind aus der Anteilsbesitzliste ersichtlich, die in diesem Konzernanhang in Kapitel 41 enthalten ist. Dort ist ebenfalls vermerkt, bei welchen der assoziierten Unternehmen aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Bewertung at equity verzichtet wurde.

Es liegen keine wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen vor.

Die GfK Gruppe hält Anteile an verschiedenen unwesent­lichen assoziierten Unternehmen.

Die nachstehende Tabelle enthält die aggregierten Finanz­informationen sämtlicher unwesentlicher at equity bewerteter assoziierter Unternehmen.

2015 2016
Anteiliger Buchwert zum 31. Dezember 651 966
Anteiliges Periodenergebnis – 4.310 636

Der anteilige Buchwert sowie das anteilige Periodenergebnis enthalten keine Wertminderungen (2015: 2.168 TEUR).

Das anteilige Periodenergebnis in vorstehender Tabelle enthält keine nicht ausgewiesenen Verlustanteile an unwesentlichen at equity bewerteten assoziierten Unternehmen. Sie betragen für das laufende Jahr 50 TEUR (2015: 348 TEUR). Die kumulierten Verlustanteile belaufen sich auf 398 TEUR (2015: 348 TEUR).

Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf Angaben zu den assoziierten Unternehmen, die nicht at equity bewertet werden, sowie zu zwei Arbeitsgemeinschaften in der GfK Gruppe verzichtet.

18.2 Sonstige Finanzielle Vermögenswerte

Die Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte geht aus der folgenden Tabelle hervor.

31.12.2015 31.12.2016
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.930 1.580
Sonstige Beteiligungen 970 52
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.001 986
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 156 226
Sonstige Ausleihungen 551 192
Sonstige Available-for-Sale-Wertpapiere 2 168
Langfristige Festgelder 3 111
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.613 3.315

Die Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen sowie an sonstigen Beteiligungen sind als „zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen, da keine Marktpreise hierfür existieren, andere Methoden zur vernünftigen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts nicht praktikabel sind und eine verlässliche Ermittlung des Marktwerts nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich wäre. Eine Veräußerung der Anteile ist zurzeit nicht vorgesehen.

Weitere Informationen zu den Anteilen der GfK Gruppe an verbundenen Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen finden sich in der Anteilsbesitzliste in Kapitel 41 dieses Konzernanhangs.

 

19. Sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen     

Die Zusammensetzung der langfristigen und kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen aus finanziellen und nicht finanziellen sonstigen Vermögenswerten und Abgrenzungen geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor.

31.12.2015 31.12.2016
Finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 10.985 6.376
Nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 9.844 8.105
Langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 20.829 14.481
Finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 14.228 12.837
Nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 24.134 27.210
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 38.362 40.047

Die finanziellen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2016
Finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
mit nicht derivativem Charakter:
Kautionen 3.405 3.983
Noch nicht fällige Forderungen aus Unternehmensverkäufen 0 1.488
Zinsforderungen 364 364
Vermögenswerte aus Immobilienverkauf 3.761 70
Forderungen gegenüber Lieferanten 25 36
Übrige finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 186 435
Zwischensumme: mit nicht derivativem Charakter 7.741 6.376
mit derivativem Charakter:
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) 3.226 0
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) 18 0
Zwischensumme: mit derivativem Charakter 3.244 0
Finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 10.985 6.376
Finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
mit nicht derivativem Charakter:
Forderungen gegenüber Lieferanten 2.908 2.984
Kautionen 2.514 2.590
Noch nicht fällige Forderungen aus Unternehmensverkäufen 2 1.116
Forderungen gegenüber Kunden 924 719
Wechselforderungen 588 703
Guthaben, Erstattungsansprüche 2.340 87
Zinsforderungen 842 83
Übrige finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 1.240 1.374
Zwischensumme: mit nicht derivativem Charakter 11.358 9.656
mit derivativem Charakter:
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) 2.663 3.181
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) 207 0
Zwischensumme: mit derivativem Charakter 2.870 3.181
Finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 14.228 12.837
Gesamt: Finanzielle sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 25.213 19.213
davon mit nicht derivativem Charakter 19.099 16.032
davon mit derivativem Charakter 6.114 3.181

Die noch nicht fälligen Forderungen aus Unternehmensverkäufen beziehen sich überwiegend auf den Verkauf der Beteiligung an der Qosmos SA, Amiens, Frankreich.

Die Vermögenswerte aus Immobilienverkauf betrafen im Vorjahr eine noch nicht fällige Zahlung aus dem Verkauf von Immobilien der GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen geht aus folgender Tabelle hervor.

Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen

2015 2016
Stand am 1. Januar 1.489 447
Zuführungen 0 99
Auflösungen 0 0
Verbrauch – 992 – 22
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Einflüsse – 50 – 104
Stand am 31. Dezember 447 420

Die nicht finanziellen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2016
Nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
Forderungen gegenüber Finanz- und anderen Behörden 4.606 5.839
Rechnungsabgrenzungsposten 1.254 1.192
Forderungen aus Ertragsteuern 3.811 876
Übrige nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 173 198
Nicht finanzielle langfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 9.844 8.105
Nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
Rechnungsabgrenzungsposten 16.605 19.593
Forderungen gegenüber Finanz- und anderen Behörden 4.812 5.888
Forderungen gegenüber Mitarbeitern 1.577 774
Übrige nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 1.140 955
Nicht finanzielle kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 24.134 27.210
Gesamt: Nicht finanzielle sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen 33.978 35.315

20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen     

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigungen 402.134 414.728
Abzüglich Wertberichtigungen – 5.877 – 5.910
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 396.257 408.818

Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geht aus folgender Tabelle hervor.

Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2015 2016
Stand am 1. Januar 7.250 5.877
Zuführungen 3.138 2.283
Auflösungen – 2.230 – 1.525
Verbrauch – 2.347 – 869
Veränderung Konsolidierungskreis und sonstige Einflüsse 66 144
Stand am 31. Dezember 5.877 5.910

Die Zuführung zu den Wertberichtigungen wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten“ ausgewiesen.

21. Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder     

In den kurzfristigen Wertpapieren und Festgeldern in Höhe von 1.393 TEUR (2015: 1.456 TEUR) sind Geldmarktfonds in Höhe von 1.370 TEUR (2015: 1.435 TEUR) enthalten.

22. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente     

Die Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird in nachfolgender Tabelle dargestellt.

31.12.2015 31.12.2016
Guthaben bei Kreditinstituten 120.724 170.281
Zahlungsmitteläquivalente und Festgelder mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten 9.639 4.175
Unterwegs befindliche Schecks – 1.252 – 1.185
Kassenbestand, Schecks 348 419
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 129.459 173.690

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen keine wesentlichen Verfügungsbeschränkungen.

23. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden     

Für das zweite Halbjahr 2017 plant die GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz, ein Gebäude in Hergiswil zu verkaufen. Der Verkauf ist eingeleitet. Daher erfüllen die Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit dem Gebäude die Voraussetzungen für den Ausweis als Veräußerungsgruppe. Das zu veräußernde Gebäude ist dem Bereich Sonstige zugeordnet.

Die Vermögenswerte, die im Rahmen dieses Asset Deals veräußert werden sollen, werden in der Bilanz gesondert im Posten „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ dargestellt. Das diesbezügliche Fremdkapital ist im Posten „Zur Veräußerung bestimmte Schulden“ ausgewiesen. Die Zusammensetzung dieser Bilanzposten ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

31.12.2016
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Grund und Boden 1.230
Gebäude 1.023
Betriebs- und Geschäftsausstattung 49
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 2.302
Zur Veräußerung bestimmte Schulden
Langfristiges Fremdkapital 140
Zur Veräußerung bestimmte Schulden 140

Eine Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte, die in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert wurden, ergab sich wie im Vorjahr nicht.

Im Vorjahr betrafen die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden die folgenden Sachverhalte:

› Veräußerung des Marktforschungsgeschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit, was den Verkauf der Gesellschaften GfK Kynetec Group Limited, St Peter Port, Guernsey, Großbritannien, GfK Kynetec Limited, London, Großbritannien, und GfK Kynetec France SAS, Saint-Aubin, Frankreich, (Share Deals) sowie einige Asset Deals einschloss. Dieses Geschäft war dem Sektor Consumer Choices zugeordnet. Die in den sonstigen Rücklagen erfassten kumulativen Erträge, die in Verbindung mit dieser Veräußerungsgruppe stehen, betrugen am 31. Dezember 2015 5.180 TEUR. Der Verkauf wurde am 30. April 2016 vollzogen.

› Verkauf der an die GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz, angegliederten Druckerei, des sogenannten Print Centers, im Rahmen eines Asset Deals. Der Verkauf wurde am 18. Januar 2016 vollzogen. Das veräußerte Geschäft war dem Bereich Sonstige zugeordnet.

› Verkauf der 50-Prozent-Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen USEEDS GmbH, Berlin. Der Verkauf wurde am 9. März 2016 vollzogen. Das Geschäft der USEEDS war dem Sektor Consumer Experiences zugeordnet.

Die Zusammensetzung der Bilanzposten „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ und „Zur Veräußerung bestimmte Schulden“ zum 31. Dezember 2015 ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

31.12.2015 Verkauf Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit Verkauf Print Center Schweiz Verkauf Beteiligung USEEDS Summe
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 6.907 0 0 6.907
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15.096 0 0 15.096
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 2.595 2.595
Andere langfristige Vermögenswerte 2.459 242 0 2.701
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.966 319 0 9.285
Andere kurzfristige Vermögenswerte 2.824 0 0 2.824
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 36.252 561 2.595 39.408
Zur Veräußerung bestimmte Schulden
Langfristiges Fremdkapital 393 354 0 747
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.023 116 0 1.139
Verpflichtungen aus Aufträgen in Bearbeitung 2.591 0 0 2.591
Anderes kurzfristiges Fremdkapital 3.027 70 0 3.097
Zur Veräußerung bestimmte Schulden 7.034 540 0 7.574

24. Fälligkeit von Vermögenswerten     

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie in der folgenden Tabelle dargestellt zur Zahlung fällig.

31.12.2015 31.12.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 396.257 408.818
davon: weder wertberichtigt noch überfällig 278.880 296.354
davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
seit bis zu 30 Tagen fällig 70.202 65.565
seit 31 bis zu 90 Tagen fällig 33.006 34.243
seit 91 bis zu 180 Tagen fällig 9.186 8.993
seit 181 bis zu 360 Tagen fällig 3.134 2.042
seit mehr als 360 Tagen fällig 1.582 1.458
davon: Konditionen neu verhandelt, da sonst überfällig 267 163

In der GfK Gruppe sind wesentliche Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Rechnungsstellung fällig. 

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht wertgemindert sind, lagen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen auf Sachverhalte vor, die die Werthaltigkeit negativ beeinflussen könnten.

Die Fälligkeit der kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte und Abgrenzungen geht aus der nachstehenden Tabelle hervor.

31.12.2015 31.12.2016
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte und Abgrenzungen (ohne Vorräte und Forderungen gegen Mitarbeiter) 36.750 39.237
davon: weder wertberichtigt noch überfällig 32.713 34.234
davon: nicht wertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
seit bis zu 30 Tagen fällig 3.436 1.368
seit 31 bis zu 90 Tagen fällig 430 513
seit 91 bis zu 180 Tagen fällig 3 982
seit 181 bis zu 360 Tagen fällig 16 1.589
seit mehr als 360 Tagen fällig 152 551
davon: Konditionen neu verhandelt, da sonst überfällig 0 0

Hinsichtlich des nicht wertgeminderten Bestands an kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten und Abgrenzungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

 

25. Eigenkapital

25.1 Gezeichnetes Kapital     

Das Grundkapital der GfK SE blieb im Geschäftsjahr 2016 unverändert. 

Die 36.503.896 ausgegebenen Stückaktien sind voll einbezahlt. Jeder Aktionär ist berechtigt, Dividenden aus seinen Aktien gemäß dem jeweiligen Gewinnausschüttungsbeschluss zu erhalten. Jede dieser nennwertlosen Stammaktien gewährt ein Stimmrecht bei der jährlichen Hauptversammlung.

25.2 Genehmigtes Kapital     

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2015 wurde das von der Hauptversammlung am 26. Mai 2011 geschaffene genehmigte Kapital aufgehoben und der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der GfK SE mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 55.000 TEUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

25.3 Bedingtes Kapital     

Die Hauptversammlung am 28. Mai 2015 hat beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 21.000 TEUR bedingt zu erhöhen, eingeteilt in bis zu 5.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Gewinnanteilberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe. Dieses bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen.

Das bedingte Grundkapital der GfK SE beträgt zum 31. Dezember 2016 insgesamt 21.000 TEUR.

25.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung     

Die Eigenkapitalveränderungsrechnung ist diesem Konzernanhang vorangestellt. 

Von der negativen Veränderung des Unterschieds aus der Währungsumrechnung in Höhe von 21.654 TEUR (2015: positive Veränderung um 66.343 TEUR) stammen 7.641 TEUR aus Veränderungen im Konsolidierungskreis, hauptsächlich aus dem Abgang des Marktforschungsgeschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit. Die betragsmäßig weitgehend korrespondierenden, aber gegenläufigen sonstigen Veränderungen der Gewinnrücklagen (8.322 TEUR; 2015: – 310 TEUR) resultieren überwiegend aus demselben Vorgang. Die restliche Veränderung des Unterschieds aus der Währungsumrechnung wurde hauptsächlich durch die Währungskursentwicklung des britischen Pfunds verursacht. Hierbei handelt es sich um den Betrag ohne Minderheitsanteile.

Der Rückgang der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste um 4.130 TEUR (2015: 3.066 TEUR) entstand hauptsächlich durch die Verringerung des Diskontierungszinssatzes in Deutschland um 0,7 Prozentpunkte.

Von den in den sonstigen Rücklagen erfassten Beträgen wurden im Geschäftsjahr 2016 ebenso wie im Jahr 2015 keine wesentlichen Gewinne oder Verluste in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung transferiert.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr 23.728 TEUR an die Anteilseigner der GfK SE ausgeschüttet. Dies entspricht 0,65 Euro (2015: 0,65 Euro) je Aktie.

An die Minderheitsanteilseigner wurden 4.427 TEUR (2015: 5.411 TEUR) ausgeschüttet. Das den Minderheitsanteilseignern zuzurechnende Gesamtergebnis beträgt 4.365 TEUR (2015: 1.436 TEUR). Der Hauptbestandteil hiervon ist der Anteil der Minderheitsanteilseigner am Konzernergebnis in Höhe von 4.096 TEUR (2015: 3.956 TEUR). Der Anteil der Minderheitsanteilseigner an der Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung in Höhe von 272 TEUR hatte im Berichtsjahr keinen erheblichen Einfluss (2015: – 2.583 TEUR).

25.5 Gewinnverwendungsvorschlag     

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der im Jahresabschluss der Muttergesellschaft GfK SE ausgewiesen wird. Er wird gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die nach den Vorschriften des HGB ermittelten Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn der GfK SE stehen voll zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung. Die Kapitalrücklage darf nicht ausgeschüttet werden.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss der GfK SE in Höhe von 126.920 TEUR und den Gewinnvortrag in Höhe von 25.850 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen und keine Dividendenausschüttung vorzunehmen.

 

26. Rückstellungen

26.1 Langfristige Rückstellungen     

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2016
Rückstellungen für Pensionen 66.357 73.531
Langfristige sonstige Rückstellungen 14.220 25.098
Langfristige Rückstellungen 80.577 98.629

Rückstellungen für Pensionen

Pensionszusagen erfolgen aufgrund von gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmungen sowie auf freiwilliger Basis. Die betriebliche Altersversorgung in der GfK Gruppe beruht sowohl auf beitrags- als auch auf leistungsorientierten Pensionsplänen der jeweiligen Gesellschaften. 

In Bezug auf beitragsorientierte Altersversorgungssysteme („defined contribution plans“), die über externe Fonds oder Versicherungen finanziert werden, bestehen für GfK-Gesellschaften außer der Zahlung von Beiträgen keine weiteren Verpflichtungen. Im Aufwand für beitragsorientierte Versorgungspläne sind auch Arbeitgeberbeiträge an gesetzliche Rentenversicherungen enthalten.

Bemessungsgrundlage für die beitragsorientierten Pensionspläne sind hauptsächlich die Dauer der Betriebszugehörigkeit und die Gehaltsstufe des betreffenden Mitarbeiters. Diese Leistungen sind jedoch abhängig von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes und können deshalb variieren. Im Jahr 2016 wurden Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne in Höhe von 24.549 TEUR (2015: 24.294 TEUR) erfasst.

Die Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen („defined benefit plans“) werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Für die leistungsorientierten Pläne werden jährlich durch unabhängige Aktuare versicherungsmathematische Gutachten erstellt. Sie führen versicherungsmathematische Berechnungen durch, um die Höhe der Pensionsverpflichtungen zu ermitteln. Die zu bilanzierenden Rückstellungen ergeben sich als Saldo aus den Pensionsverpflichtungen zuzüglich der Vermögensobergrenzen und der Vermögenswerte. Die Ermittlung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen sowie des Pensionsvermögens basiert auf wirtschaftlichen und demografischen Annahmen, wie zum Beispiel den zukünftigen Gehaltssteigerungen und der Sterbewahrscheinlichkeit. 

Abweichungen der tatsächlich eingetretenen Werte von den aufgrund der Annahmen erwarteten Werten schlagen sich als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste (Neubewertungen) nieder. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Berichtsjahr wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 5.848 TEUR (2015: 3.143 TEUR) auf diese Weise verbucht. Diese Veränderung enthält auch Effekte aus der Währungsumrechnung. Der Bestand der kumulierten diesbezüglichen in den sonstigen Rücklagen erfassten Beträge belief sich zum 31. Dezember 2016 auf – 46.404 TEUR (31. Dezember 2015: –40.556 TEUR). Bei allen dargestellten Werten handelt es sich um Angaben vor Berücksichtigung latenter Steuern und ohne Minderheitsanteile.

Die Berechnung der Verpflichtungen beruht auf den in der folgenden Tabelle aufgeführten versicherungsmathematischen und statistischen Annahmen (gewichtete Durchschnittswerte).

2015 2016
Diskontierungszinssatz 1,51 % 1,15 %
Gehaltssteigerungsrate 2,25 % 2,08 %
Fluktuationsrate 5,03 % 4,95 %
Erwartete Rentenentwicklung 0,65 % 0,65 %

Die Sterblichkeitsraten für die deutschen GfK-Gesellschaften wurden den Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck entnommen. Für die Schweiz stammen die Sterblichkeitsraten aus der Richttafel BVG 2015.

Die Herleitung des in der Konzernbilanz erfassten Werts der Rückstellungen für Pensionen kann nachstehender Tabelle entnommen werden.

31.12.2015 31.12.2016
Barwert der Verpflichtungen, Gesamt 137.239 148.009
Zeitwert des Planvermögens – 70.903 – 74.501
Barwert der Verpflichtungen, netto 66.336 73.508
Rückstellungen für Pensionen 66.357 73.531
Sonstige Vermögenswerte – 21 – 23
In der Bilanz erfasster Nettobetrag 66.336 73.508

Die Versorgungsregelungen wesentlicher leistungsorientierter Pläne sind im Folgenden beschrieben:

Auf die GfK Switzerland AG, Hergiswil, Schweiz, entfielen 84.954 TEUR (2015: 80.183 TEUR) der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer und 73.718 TEUR (2015: 70.207 TEUR) des Planvermögens. Es handelt sich um einen modifiziert beitragsorientierten Plan, wobei die Altersleistungen einen garantierten Mindestzins und festgelegte Umwandlungssätze umfassen. Die Risikoleistungen (Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen) sind leistungsorientiert. Die gesetzlich vorgegebenen Mindestleistungen werden in jedem Fall übertroffen. Die Vorsorgeeinrichtung hat die Rechtsform einer Stiftung, die einen eigenen Rechtsträger darstellt. Die Stiftung ist für die Kapitalanlagen verantwortlich und verfolgt eine eher konservative Anlagestrategie innerhalb vorgegebener Margen.

Auf die GfK SE entfielen 50.519 TEUR (2015: 46.985 TEUR) der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer und 284 TEUR (2015: 262 TEUR) des Planvermögens. Die Versorgungsverpflichtungen liegen im Wesentlichen in Einzelzusagen im Geschäftsführungsbereich begründet. Die Ausgestaltung dieser Zusagen ist im Vergütungsbericht im Konzernlagebericht näher erläutert.

In beiden Fällen sieht GfK keine außergewöhnlichen unternehmens- oder planspezifischen Risiken und auch keine erhebliche Risikokonzentration, die aus diesen Versorgungsplänen resultiert.

Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung („defined benefit obligation“, „DBO“) während der Berichtsperiode ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.

2015 2016
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer zum 1. Januar 133.125 137.239
Laufender Dienstzeitaufwand 5.076 4.701
Zinsaufwand 2.291 2.030
Beiträge der Teilnehmer des Plans 1.592 1.503
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus demografischen Annahmen – 116 941
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus finanziellen Annahmen 1.750 6.194
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Annahmen – 2.037 2.103
Wechselkursänderungen 8.334 905
Gezahlte Leistungen – 10.222 – 7.573
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Schulden – 2.544 0
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 28 30
Unternehmenszusammenschlüsse 194 0
Plankürzungen – 202 – 81
Planabgeltungen 26 17
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer zum 31. Dezember 137.239 148.009

Durch die folgende Sensitivitätsanalyse wird näherungsweise das Risiko quantifiziert, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn bestimmte Parameter verändert werden. Die Tabelle gibt einen Überblick darüber, wie sich eine Veränderung der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Faktoren auf den Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer auswirken würde. Der folgenden Tabelle liegt der Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer, im Vorjahr außerdem ohne Berücksichtigung der Umgliederung in die zur Veräußerung bestimmten Schulden, zugrunde.

2015 2016
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer zum 31. Dezember 139.783 148.009
Barwert der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer, falls
der Diskontierungszinssatz
um 0,5 Prozentpunkte höher wäre 131.295 139.125
um 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre 149.460 158.104
die Gehaltssteigerungsrate
um 0,1 Prozentpunkte höher wäre 139.964 148.155
um 0,1 Prozentpunkte niedriger wäre 139.602 147.865
die Rentensteigerungsrate
um 0,1 Prozentpunkte höher wäre 140.804 149.628
um 0,1 Prozentpunkte niedriger wäre 138.772 146.421

In nachstehender Tabelle wird die Entwicklung des Planvermögens dargestellt.

2015 2016
Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar 68.834 70.903
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 869 574
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste – 1.320 3.484
Wechselkursänderungen 7.554 696
Beiträge des Arbeitgebers 2.693 2.430
Beiträge der Teilnehmer des Plans 1.592 1.503
Gezahlte Leistungen – 7.239 – 5.089
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Schulden – 2.080 0
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 70.903 74.501

Die in den Tabellen dargestellten Wechselkursänderungen resultieren überwiegend aus der Aufwertung des Schweizer Franken. 

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens wird in den folgenden beiden Tabellen in verschiedene Klassen aufgegliedert, in denen die betreffenden Vermögenswerte nach Beschaffenheit und Risiko unterschieden werden. Außerdem erfolgt eine weitere Unterteilung in Vermögenswerte, für die eine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt besteht, und Vermögenswerte, bei denen dies nicht der Fall ist.

2015
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 702 0 702
Eigenkapitalinstrumente 20.360 0 20.360
Schuldinstrumente 28.083 0 28.083
Immobilien 3.510 11.935 15.445
Wertpapierfonds 262 0 262
Versicherungsverträge 0 42 42
Sonstiges 5.617 392 6.009
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 58.534 12.369 70.903

2016
Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.728 0 2.728
Eigenkapitalinstrumente 22.115 0 22.115
Schuldinstrumente 27.202 0 27.202
Immobilien 6.146 10.293 16.439
Wertpapierfonds 284 0 284
Versicherungsverträge 0 56 56
Sonstiges 5.677 0 5.677
Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 64.152 10.349 74.501

Die tatsächlichen Ergebnisse aus Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 4.050 TEUR (2015: –391 TEUR). 

Nach Schätzung von GfK sind im kommenden Jahr Beiträge an Versorgungspläne in Höhe von rund 2.341 TEUR (2015: 2.526 TEUR) für Deutschland und die Schweiz zu zahlen. Für das Folgejahr erwartet GfK Pensionsauszahlungen in Höhe von 3.916 TEUR (2015: 3.758 TEUR). Die gewichtete Duration der erdienten Ansprüche der Arbeitnehmer beträgt wie im Vorjahr 14 Jahre.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge setzen sich wie folgt zusammen:

2015 2016
Dienstzeitaufwand 5.076 4.701
Zinsaufwand 2.291 2.030
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen -869 – 574
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -28 30
Gewinn/Verlust aus der Kürzung oder Schließung von Pensionsplänen -176 – 64
Pensionsaufwand/-ertrag (–) 6.294 6.123

Langfristige sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der langfristigen sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich.

Personalbereich Drohende Verluste aus Verträgen Behörden und Versicherungen Recht und Beratung, Prozesse Übrige Gesamt
Stand 1. Januar 2015 9.529 1.915 2.407 275 94 14.220
Wechselkursänderung 2 83 295 – 40 3 343
Zuschreibung auf abgezinste Rückstellungen 142 73 0 10 0 225
Zuführung 7.891 1.995 4.240 408 322 14.856
Umbuchungen – 2.541 – 587 0 – 10 0 – 3.138
Verbrauch – 258 0 – 19 – 36 0 – 313
Auflösung – 238 – 683 – 174 0 0 – 1.095
Stand 31. Dezember 2015 14.527 2.796 6.749 607 419 25.098

Die Rückstellungen aus dem Personalbereich betreffen in Höhe von 8.491 TEUR (2015: 5.235 TEUR) Long-Term-Incentive-Programme. Des Weiteren sind darin Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern enthalten sowie Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen, die auf vertraglichen Vereinbarungen basieren.

Die Rückstellungen gegenüber Behörden und Versicherungen bestehen hauptsächlich aus Rückstellungen gegenüber Sozialversicherungen.

26.2 Kurzfristige Rückstellungen     

Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen im Berichtsjahr ist in nachstehender Tabelle dargestellt. 

Personalbereich Drohende Verluste aus Verträgen Behörden und Versicherungen Recht und Beratung, Prozesse Übrige Gesamt
Stand 1. Januar 2016 6.890 1.439 5.832 2.341 756 17.258
Wechselkursänderung 77 – 83 – 203 71 0 – 138
Veränderungen im Konsolidierungskreis 32 0 0 0 0 32
Zuführung 5.010 133 2.750 14.849 896 23.638
Umbuchungen 2.541 587 – 490 501 0 3.139
Verbrauch – 3.691 – 804 – 1.543 – 1.126 – 520 – 7.684
Auflösung – 1.474 – 27 – 855 – 789 – 218 – 3.363
Stand 31. Dezember 2016 9.385 1.245 5.491 15.847 914 32.882

Die Rückstellungen aus dem Personalbereich betreffen in Höhe von 3.373 TEUR (2015: 3.792 TEUR) Long-Term-Incentive-Programme. Außerdem sind darin Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern enthalten sowie Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen, die auf vertraglichen Vereinbarungen basieren.

In den kurzfristigen Rückstellungen sind Rückstellungen in Höhe von 1.647 TEUR (2015: 3.246 TEUR) für erwartete Zahlungen im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten bei der GfK Arastirma Hizmetleri A.S., Istanbul, Türkei, enthalten. Sie verteilen sich auf die Kategorien „Recht und Beratung, Prozesse“ sowie „Behörden und Versicherungen“.

Des Weiteren wurde hauptsächlich in der Kategorie „Recht und Beratung, Prozesse“ eine Risikovorsorge von 9.621 TEUR (2015: 0 TEUR) für das Media-Measurement-Geschäft gebildet. Darüber hinaus enthält diese Kategorie Beratungskosten im Zusammenhang mit der Anteilseignerstruktur in Höhe von 5.250 TEUR (2015: 0 TEUR).

 

27. Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten     

Die Zusammensetzung der Finanzverbindlichkeiten geht aus den nachstehenden Tabellen hervor.

31.12.2015 Restlaufzeit
Gesamt bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon zwischen einem und fünf Jahren davon mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.086 1.136 248.950 188.996 59.954
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 98 32 66 66 0
Verbindlichkeit aus Anleihe 185.970 185.970 0 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 28.377 21.031 7.346 7.293 53
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 464.531 208.169 256.362 196.355 60.007

31.12.2016 Restlaufzeit
Gesamt bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr davon zwischen einem und fünf Jahren davon mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 448.397 363 448.034 297.101 150.933
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 167 47 120 120 0
Verbindlichkeit aus Anleihe 0 0 0 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 34.631 31.781 2.850 2.795 55
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 483.195 32.191 451.004 300.016 150.988

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren handelt es sich um mehrere Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 151 Millionen Euro, wovon 57 Millionen Euro im Jahr 2022, 74 Millionen Euro im Jahr 2023, 13 Millionen Euro im Jahr 2026 und 8 Millionen Euro im Jahr 2028 fällig sind.

Die GfK SE hat im April 2016 das verbleibende Restvolumen der Anleihe über 186 Millionen Euro vollständig zurückgeführt.

In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 25.250 TEUR (2015: 21.395 TEUR) und Kaufpreisverbindlichkeiten für den Erwerb von Beteiligungen aus Put-Optionen und Earn-out-Vereinbarungen, die von zukünftigen Ereignissen abhängen, in Höhe von 8.513 TEUR (2015: 6.908 TEUR) enthalten. 

Zum 31. Dezember 2016 betragen die gewogenen Durchschnittszinssätze bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,50 Prozent nach Zinssicherungen (2015: 1,86 Prozent).

Die Finanzverbindlichkeiten werden in den nächsten fünf Jahren und danach wie in der folgenden Tabelle dargestellt fällig.

31.12.2015 31.12.2016
Bis zu einem Jahr 1) 208.169 32.191
Ein bis zwei Jahre 5.510 59.061
Zwei bis drei Jahre 43.379 55.590
Drei bis vier Jahre 40.491 105.939
Vier bis fünf Jahre 106.975 79.426
Mehr als fünf Jahre 60.007 150.988
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 464.531 483.195

1) Enthält täglich fällige Kontokorrentverbindlichkeiten im Rahmen von Kreditlinien

Für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 448.564 TEUR (2015: 250.184 TEUR) bestehen wie im Vorjahr keine Sicherheiten.

 

28. Sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen     

Die lang- und kurzfristigen Posten sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen unterteilen sich wie folgt in finanzielles und nicht finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen:

31.12.2015 31.12.2016
Finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 10.016 8.954
Nicht finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 7.403 10.427
Langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 17.419 19.381
Finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 50.241 53.317
Nicht finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 126.394 131.067
Kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 176.635 184.384

Der Teilbetrag finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2016
Finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
mit nicht derivativem Charakter:
Verbindlichkeiten aus Mieten 5.867 5.802
Finanzielle sonstige Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft 1.720 1.779
Verbindlichkeiten aus Immobilienverkauf 1.431 0
Verbindlichkeiten aus Schadenersatz, Haftung, Strafen 646 439
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen 10 318
Übriges finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 0 61
Zwischensumme: mit nicht derivativem Charakter 9.674 8.399
mit derivativem Charakter:
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) 170 333
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) 172 222
Zwischensumme: mit derivativem Charakter 342 555
Finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 10.016 8.954
Finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
mit nicht derivativem Charakter:
Finanzielle sonstige Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft 27.330 27.572
Finanzielle sonstige Verbindlichkeiten aus dem nicht operativen Geschäft 8.217 8.630
Verbindlichkeiten aus Mieten 3.210 4.090
Zinsverbindlichkeiten 10.087 4.307
Noch nicht fällige Verbindlichkeiten aus Unternehmenskäufen 0 3.515
Verbindlichkeiten aus Immobilienverkauf 0 1.443
Verbindlichkeiten aus Rückerstattungsverpflichtungen 7 270
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen 224 195
Übriges finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 98 182
Zwischensumme: mit nicht derivativem Charakter 49.173 50.204
mit derivativem Charakter:
Derivative Finanzinstrumente (ohne Hedge-Beziehung) 1.068 3.068
Derivative Finanzinstrumente (mit Hedge-Beziehung) 0 45
Zwischensumme: mit derivativem Charakter 1.068 3.113
Finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 50.241 53.317
Gesamt: Finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 60.257 62.271
davon mit nicht derivativem Charakter 58.847 58.603
davon mit derivativem Charakter 1.410 3.668

Die finanziellen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft bestehen im Wesentlichen gegenüber Haushalten und Befragten (14.506 TEUR; 2015: 10.904 TEUR), gegenüber Kunden (3.937 TEUR; 2015: 5.164 TEUR), gegenüber Interviewern (3.116 TEUR; 2015: 3.488 TEUR) und gegenüber Lieferanten (2.738 TEUR; 2015: 3.312 TEUR).

Zu den finanziellen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten aus dem nicht operativen Geschäft zählen vor allem Verbindlichkeiten für externe Abschlusskosten (3.167 TEUR; 2015: 2.933 TEUR) sowie für Rechts- und Beratungskosten (2.948 TEUR; 2015: 2.776 TEUR).

Die finanziellen sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen insbesondere gegenüber Mitgesellschaftern von GfK-Tochterunternehmen.

Der Teilbetrag nicht finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2016
Nicht finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr
Rechnungsabgrenzungsposten 4.253 3.832
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 3.122 3.778
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 0 2.765
Übriges nicht finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 28 52
Nicht finanzielles langfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 7.403 10.427
Nicht finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 95.777 92.073
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 28.988 36.698
Rechnungsabgrenzungsposten 1.314 1.520
Übriges nicht finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 315 776
Nicht finanzielles kurzfristiges sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 126.394 131.067
Gesamt: Nicht finanzielles sonstiges Fremdkapital und Abgrenzungen 133.797 141.494

In den nicht finanziellen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sind vor allem Verbindlichkeiten aus Tantiemen, Prämien und Gratifikationen (44.802 TEUR; 2015: 48.826 TEUR) enthalten sowie Verbindlichkeiten im Rahm