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Die Aktie

Die GfK-Aktie startete mit 30 Euro in das Börsenjahr 2016. Im Performancevergleich mit dem SDAX lag sie in den ersten beiden Monaten etwas zurück. Danach schnitt die GfK-Aktie deutlich besser ab als der Vergleichsindex. Mitte August enttäuschte die Veröffentlichung des Halbjahresergebnisses, und die Kursentwicklung lag danach und bis zur Veröffentlichung des Übernahmeangebots etwas unter der Indexentwicklung des SDAX. 

Am 8. Dezember 2016 hatten GfK SE und Acceleratio Capital N.V. mit Sitz in Amsterdam/Niederlande, eine Holdinggesellschaft im Besitz von Fonds, die durch Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. („KKR“) beraten werden, nach intensiven Verhandlungen ein sogenanntes Investor Agreement (Investorenvereinbarung) unterzeichnet, das wesentliche Punkte des Übernahmeangebots, insbesondere das wechselseitige Verständnis im Hinblick auf das Übernahmeangebot und seine Umsetzung sowie die zukünftige Organisation der Geschäftstätigkeiten der GfK SE, darlegt. Vorstand und Aufsichtsrat haben das Angebot begrüßt und unterstützen es. Bis zum Jahresende pendelte die Aktie mit geringen Ausschlägen um den Angebotspreis von 43,50 Euro pro Aktie. GfK wurde darüber informiert, dass ihr Mehrheitsaktionär GfK Verein und KKR eine Vereinbarung abgeschlossen haben, wonach der GfK Verein unter anderem Acceleratio Capital N.V. keine Aktien andienen und somit Mehrheitsaktionär von GfK mit einem Anteil von 56,46 Prozent bleiben wird. Diese Gesellschaftervereinbarung tritt nach Kenntnis der Gesellschaft mit dem Vollzug des Übernahmeangebots in Kraft.

Am 21. Dezember 2016 veröffentlichte die Acceleratio Capital N.V. eine Angebotsunterlage für ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot (Barangebot) für alle nicht von der Acceleratio Capital N.V. gehaltenen Aktien der GfK SE zu einem Preis von 43,50 Euro pro Aktie in bar. Laut der Acceleratio Capital N.V. enthält das Angebot eine Prämie von rund 44 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittspreis der drei Monate vor der Bekanntgabe der Entscheidung zur Abgabe des Angebots. Das Übernahmeangebot unterliegt mehreren in der Angebotsunterlage erläuterten Bedingungen, unter anderem einer Mindestannahmequote von 18,54 Prozent. Der Vollzug der Transaktion bedarf der Zustimmung der in der Angebotsunterlage genannten Kartell- und Investitionskontrollbehörden. Für die Einzelheiten des Angebots wird auf die Angebotsunterlage verwiesen.

Aufsichtsrat und Vorstand veröffentlichten ihre gemeinsame Stellungnahme zur Angebotsunterlage gemäß § 27 Absatz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes am 30. Dezember 2016, die sie am 29. Dezember 2016 unabhängig voneinander beschlossen hatten; sie ist im Internet unter www.gfk.com/de/investoren/uebersicht-investoren/ abrufbar. In ihrer Stellungnahme haben Vorstand und Aufsichtsrat nach einem sorgfältigen Prüfungsprozess den Aktionären empfohlen, das Angebot anzunehmen. Diese Empfehlung ist in der begründeten Stellungnahme ausführlich erläutert worden, die für die Beurteilung der Angebotsunterlage allein maßgeblich ist. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, die persönlich GfK-Aktien halten, haben das Angebot angenommen und ihre Aktien angedient. 

Die Frist, während der das Angebot angenommen werden konnte, begann mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlage am 21. Dezember 2016 und endete am 10. Februar 2017, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)/18:00 Uhr (Ortszeit New York). Innerhalb der Frist wurden 7.052.242 GfK-Aktien, das sind circa 19,32 Prozent des Grundkapitals, der Acceleratio Capital N.V. angedient. Damit ist die Mindestannahmequote in Höhe von 18,54 Prozent erfüllt. Eine weitere Annahmefrist begann am 16. Februar und endete am 1. März, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)/18:00 Uhr (Ortszeit New York). Innerhalb dieser Frist wurden weitere 2.470 Aktien 0,01 Prozent des Grundkapitals) Acceleratio Capital N.V. angedient. Der Bieterin sind darüber hinaus zum Ablauf der weiteren Annahmefrist nach ihrer Auskunft Stimmrechte aus 1.158.665 GfK-Aktien zuzurechnen. Dies entspricht einem Anteil von ca. 3,17 Prozent des Grundkapitals. Darüber hinaus sind der Acceleratio Topco S.à r.l., einer mit der Bieterin gemeinsam handelnden Person, zum Ablauf der weiteren Annahmefrist Stimmrechte aus 2.516.725 GfK-Aktien nach ihrer Auskunft zuzurechnen. Dies entspricht einem Anteil von ca. 6,89 Prozent des Grundkapitals der Stimmrechte der GfK SE. Alle Angebotsbedingungen sind erfüllt.

Weitere Informationen hierzu unter Kapitel 2.1 und im Internet unter www.gfk.com/de/investoren/uebersicht-investoren/ und unter www.acceleratio-angebot.de/deutsch/home.php.

Intensive Investor-Relationsaktivitäten

Im Jahr 2016 setzte das Investor-Relations-Team seine global ausgerichtete Kapitalmarktkommunikation fort. Eine Gelegenheit dazu war der neunte Capital Market Day in Frankfurt am Main, den mehr als 40 Analysten und institutionelle Anleger aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu Gesprächen mit den GfK-Vorständen nutzten. 

Im Jahr 2016 führte das Investor-Relations-Team 302 (2015: 312) Einzelgespräche mit Investoren und Analysten. Auch das operative Management verstärkte seinen Austausch mit Investoren. Weitere Gespräche fanden im Rahmen von insgesamt acht Roadshows (2015: sechs) statt, die das GfK-Team in Europa und Nordamerika durchführte. GfK war darüber hinaus bei elf Kapitalmarktkonferenzen in Deutschland, England, Frankreich und Spanien vertreten (2015: 13).

Die Investor-Relations-Arbeit von GfK wurde im Jahr 2016 erneut mit dem Deutschen Investor-Relations-Preis prämiert, der seit 2001 „herausragende Leistungen im IR-Bereich“ auszeichnet. GfK belegte im Segment der SDAX-Unternehmen den dritten Platz.

Marktkapitalisierung steigt stark an

Die Marktkapitalisierung von GfK auf Basis der im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Zahl von 36.503.896 Aktien betrug zum Jahresende rund 1,58 Milliarden Euro (2015: 1,13 Milliarden Euro). Durch die gestiegene Marktkapitalisierung verschob sich die Position von GfK im Marktkapitalisierungsranking des SDAX von Platz 24 (2015) auf Platz 14. Das durchschnittliche Handelsvolumen an den deutschen Börsen lag 2016, beeinflusst durch das Übernahmeangebot, mit rund 26.200 Stück (2015: 9.900 Stück) deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Am Tag der Veröffentlichung des Übernahmeangebots lag der Umsatz bei über 740.000 Stück.

Die GfK-Aktie wurde 2016 vor allem an den deutschen Börsen gehandelt. Der Schwerpunkt lag im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse mit einem Anteil von 36 Prozent (2015: 20 Prozent). Nach Angaben von Brokern und Bloomberg wurden nur noch etwas mehr als 37 Prozent (Vorjahr: 67 Prozent) des GfK-Aktienhandels außerbörslich im OTC-Handel umgesetzt. Diese deutliche Verbesserung führte auch zu einer besseren Positionierung gemessen am Handelsumsatz im SDAX. Zum Jahresende stand GfK auf Platz 32 (Vorjahr: Platz 49). 

Um die Volatilität seiner Aktie zu verringern, hat GfK drei Designated Sponsors. Ende 2016 lag die Volatilität, bedingt durch das Übernahmeangebot, bei 45,0 Prozent und damit über dem Vorjahreswert (27,2 Prozent). Da die Schwankungsbreite des Vergleichswerts des SDAX von 16,8 Prozent im Jahr 2015 auf 17,4 Prozent 2016 nur leicht gestiegen ist, hat sich der Abstand vergrößert.

Konstante Coverage

Die Coverage der GfK-Aktie hat sich leicht auf elf Analysten (Vorjahr: zwölf) verringert, liegt aber weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Unsere Aktivitäten zielen darauf ab, internationale und globale Wertpapieranalysen und ein breit gefächertes Research-Angebot zu unterstützen. Zum Jahresende empfahlen vier Analysten die GfK-Aktie zum „Verkauf“, vier stuften sie mit „Halten“ ein, zwei bewerteten ihre Einschätzung als „neutral“ und einer empfahl den „Kauf“. Die Veröffentlichung der gemeinsamen Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat zu dem Übernahmeangebot erfolgte am 30. Dezember 2016 und hatte so keinen Einfluss auf die Analystenempfehlungen. Im laufenden Jahr ist das Übernahmeangebot auf überwiegend positive Resonanz gestoßen.

Internationale Aktionärsstruktur

Der Anteil frei handelbarer GfK-Aktien lag zum Jahresende 2016 bei 43,54 Prozent und war damit unverändert gegenüber dem Vorjahr. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 0,03 Prozent der Aktien im Besitz von Vorstand und Aufsichtsrat von GfK. Insgesamt wurden 38,11 Prozent unserer Anteilsscheine von institutionellen und 5,40 Prozent von privaten Investoren gehalten. Der Großaktionär GfK Verein besitzt 56,46 Prozent (Quelle: NASDAQ OMX).

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